Treibstoffverbrauch im Jahr 2007 stieg um 2,4% - Gesamtverbrauch an Mineralölprodukten rückläufig

Benzin leicht rückläufig, Dieselabsatz spürbar gestiegen, Heizölabsatz stark gesunken

Wien (OTS) - Der Treibstoffverbrauch erreichte 2007 mit 8,34 Millionen Tonnen (ca. 10,2 Milliarden Liter) in Österreich einen noch nie dagewesenen Höchstwert, während der Gesamtverbrauch an Mineralölprodukten um 5,5 % zurückging. Die Gesamtnachfrage nach Treibstoffen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um etwa 2,5 %, wobei die Entwicklung bei Benzin und Diesel unterschiedlich verlief. Dies ergibt eine aktuelle Einschätzung des Fachverbandes der Mineralölindustrie im Zuge einer Marktumfrage bei seinen Mitgliedsunternehmen.

Der Benzinabsatz entwickelte sich über das Gesamtjahr gesehen gering rückläufig und lag um 0,6 % niedriger als 2006. Von den 1,98 Millionen Tonnen Benzin (rund 2,6 Milliarden Liter), die 2007 fast ausschließlich über die 2.800 öffentlich zugänglichen Tankstellen vertrieben wurden, waren rund 24 % Normalbenzin, 73 % Eurosuper und 3 % Super Plus.

Bei Dieselkraftstoff setzte sich der steigende Trend der letzten Monate fort. Der Absatz betrug über alle zwölf Monate gerechnet plus 3,3 %. "Grund dafür dürfte in erster Linie das gestiegene Transportaufkommen sein", erklärt Dr. Christoph Capek, Geschäftsführer des Fachverbands der Mineralölindustrie (FVMI).

Zum Vertrieb merkt er an, dass sich beim Diesel die Absatzkanäle gegenüber Benzin deutlich unterscheiden. So wurden bei Diesel mit knapp 3,6 Millionen Tonnen (ca. 4,3 Milliarden Liter) nur rund 56 % über das öffentliche Tankstellennetz verkauft. Die verbliebenen 2,8 Millionen Tonnen (3,3 Milliarden Liter) gingen direkt an betriebliche Tanklager von Großkunden, wie Transport- und Bauunternehmen, an LKW-Autohöfe oder die öffentliche Hand. Insgesamt ergab sich somit in Österreich ein Absatz von Dieselkraftstoff von 6,36 Millionen Tonnen (rund 7,6 Milliarden Liter).

Der gesamte Absatz von Benzin und Diesel über Tankstellen belief sich auf rund 67% der Gesamtmenge, was etwa 5,6 Millionen Tonnen (6,9 Milliarden Liter) entsprach.

Entwicklung bei Heizöl stark rückläufig

2007 war für den Absatz von Heizölen ein schwieriges Jahr. Der milde Winter 2006/2007 brachte der Mineralölwirtschaft im Frühjahr durch Lagerreserven der Konsumenten geringere Zukäufe, die im Herbst durch die weltweit gestiegenen Mineralölpreise kurzfristig nicht mehr wettgemacht werden konnten.

2007 ergab sich bei Heizöl Extra Leicht (HEL) gegenüber dem hohen Wert des Vorjahres eine Reduktion von 32 % auf 1,29 Millionen Tonnen (rund 1,5 Milliarden Liter). Bei Heizöl Leicht (HL) konnten die hohen Rückgänge in der ersten Jahreshälfte von bis zu 37 % gegen Ende des Jahres etwas gedämpft werden, was schlussendlich zu einer Absatzreduktion von knapp 23 % auf 317.000 Tonnen führte.

Der Absatz von Flugturbinentreibstoff entwickelte sich 2007 konstant steigend und übertraf im Jahresdurchschnitt mit 725.000 Tonnen das Jahresergebnis 2006 um 6,1 %.

Unter Einbeziehung aller Mineralölprodukte inklusive Heizöl Schwer, Schmiermittel und Bitumen ergab die Marktschätzung des Fachverbandes für 2007 einen Absatz von knapp 12,1 Millionen Tonnen, um 5,5 % weniger als im Jahr davor (12,78 Mio. Tonnen) und um 6,1 % unter dem Spitzenwert von 2005 (12,86 Mio. Tonnen).

Über den FVMI

Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine bundesweite Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich und als gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und Öffentlichkeit. Mitglieder sind österreichische Unternehmen, die Rohöl aufsuchen und fördern (upstream), in Pipelines transportieren (midstream) und in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream).

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