Unfall auf der Skipiste: Wie verhält man sich richtig?

Laut KfV-Prognose werden in dieser Saison auf Österreichs Pisten mehr als 60.000 Skifahrer und Snowboarder verunfallen. Das KfV erklärt, wie Unfallstellen abgesichert werden.

Wien (OTS) - Allein im Jahr 2006 verletzten sich auf Österreichs Bergen 59.100 Skifahrer und Snowboarder so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. 84 Prozent davon verunfallten bei einem Sturz, neun Prozent aufgrund einer Kollisionen mit einer anderen Person, zwei Prozent aufgrund eines Zusammenstoßes mit einem Gegenstand (Baum, Liftmast).
"Skifahren und Snowboarden sind die beliebtesten Wintersportarten in Österreich und das zu Recht! Neben dem enormen Spaßfaktor an der frischen Luft, werden Kondition und Ausdauer und damit das Herz-Kreislaufsystem trainiert", weiß Dr. Rupert Kisser, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). Dass das Freizeitvergnügen nicht ganz ungefährlich ist, zeigt die Freizeitunfallstatistik des KfV. Wenn ein Wintersportler weiß wie er sich an der Unfallstelle verhalten soll und wie sie abgesichert wird, ist das schon die halbe Miete. Deshalb hier zur Auffrischung die wichtigsten Schritte im Falle eines Unfalls auf der Skipiste.

Was tun bei einem Unfall

"Die österreichischen Skigebiete sind sehr sicher angelegt, so dass es nur selten zu lebensgefährlichen Verletzungen kommt. Am häufigsten treten Bänderverletzungen im Kniegelenk und Brüche an Armen und Beinen auf", weiß Dr. Kisser. Da die Pistenrettung in Skigebieten sehr rasch am Unfallort sein kann, hat der umgehende Hilferuf hier erste Priorität.

Auch diese Maßnahmen sollten an der Unfallstellte beachtet werden:
- Absichern der Unfallstelle: Ski, Stöcke oder Snowboard ca. fünf Meter oberhalb der Unfallstelle überkreuz in den Schnee stecken (ist die Unfallstelle sehr unübersichtlich, entsprechend weiter oben)
- Wenn unbedingt erforderlich, schonender Transport des Verletzten an eine sichere Stelle
- Den Verletzten vor Auskühlung schützen - am besten einen Pullover oder Anorak unterlegen
- Rasche Alarmierung der Pistenrettung per Handy oder an der nächst möglichen Unfallmeldestelle (Skihütte, Liftstation)

Zur Erinnerung, hier die wichtigsten Telefonnummern:
- Rettungsnotruf: 144
- Euro-Notruf: 112
- Alpinnotruf: 140

Was tun, wenn die Notrufnummer gewählt ist

Wichtig sind für die Pistenrettung folgende Informationen: WAS ist geschehen (Sturz, Lawine, Kollision). WO genau liegt der Unfallort. WIE es dem Verletzten geht und WER anruft. Die Retter können dann bereits per Telefon wichtige Ratschlage geben, wie mit dem Verletzten umgegangen werden soll. Wer an der Unfallstelle diese Tipps beherzigt, ermöglicht dem Verletzten die bestmögliche Versorgung.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Kerstin Gardill
Kuratorium für Verkehrssicherheit
Marketing & Kommunikation
Tel.: 05 77 0 77-1906
E-Mail: kerstin.gardill@kfv.at
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