FSG-Haberzettl zu Schüssel: Sozialpartner machen keine Preise

Sozial gerechte Steuerreform statt neue Geschenke an Unternehmen

Wien (FSG) - "Es scheint, als hätte der abgewählte Kanzler Schüssel seit seinem Auftritt in der ORF-Pressestunde wieder Gefallen an Medienauftritten gefunden und ließe jetzt seine Muskeln spielen", sagt Wilhelm Haberzettl, Vorsitzender der Sozialdemokratischen GewerkschafterInnen im ÖGB (FSG), zu Schüssels Forderung im Magazin News nach einem "Moratorium" gegen die Inflation.++++

"Diese Aussage ist ja fast schon absurd, denn während der sieben Jahre von Schüssels Amtszeit als Kanzler waren ihm die Sozialpartner nicht einmal egal", sagt Haberzettl. "Wenn Schüssel von den Sozialpartnern Anregungen will, die Wirtschaft und Konsumenten entlasten, ist Vorsicht angesagt", warnt Haberzettl. "Denn bei jeder einzelnen Entlastung für die Wirtschaft haben während Schüssels Amtszeit die ArbeitnehmerInnen die Rechnung beglichen. Mit dieser ungleichen Verteilung des Wohlstands zugunsten der Unternehmen ist jetzt Schluss."

"Die Sozialpartner brauchen keine Aufträge des abgewählten Kanzlers, und um die Inflation nachhaltig zu dämpfen, muss es entsprechende Maßnahmen im Rahmen der Steuerreform geben", sagt Haberzettl. Im Moment sei ein Appell gegen steigende Preise an Schüssels eigene Reihen besser angebracht: "Nicht ‚die Sozialpartner’ machen die Preise, sondern die Unternehmen. Die Unternehmerpartei ÖVP und der abgewählte Kanzler mit Wurzeln im ÖVP-Wirtschaftsbund sollen dort einwirken und uns mit ihrem Unsinn in Ruhe lassen."

FSG, 31. Jänner 2008 Nr. 4

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