• 31.01.2008, 09:51:51
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Allianz warnt vor Sekundenschlaf

Böses Erwachen nach der Ballnacht

Wien (OTS) - Die Ballsaison erreicht heute mit dem Wiener
Opernball ihren Höhepunkt, ist aber noch lange nicht vorbei. Auf dem
nächtlichen bzw. frühmorgendlichen Heimweg kann es gefährlich werden.
Das Risiko heißt Sekundenschlaf, und es begleitet Autofahrer sogar am
helllichten Tag danach.

Kaum ein Tag vergeht ohne Horror-Crash auf österreichischen
Straßen. 2006 sind 730 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben
gekommen. Laut Verkehrsunfallstatistik des Kuratoriums für
Verkehrssicherheit war bei 40 davon vermutlich Übermüdung die
Hauptunfallursache. Die Dunkelziffer liegt wesentlich höher, denn in
Verkehrsunfallstatistiken werden nur Unfallumstände, und nicht die
tiefer liegenden genauen Unfallursachen erfasst. Schätzungen des ARBÖ
zufolge sind sogar rund 30 Prozent aller Unfälle auf Müdigkeit
zurückzuführen - das sind mehr als durch Alkoholeinwirkung. Das
Risiko, am Steuer einzuschlafen, ist in den frühen Morgenstunden
zwischen zwei und vier Uhr, am Nachmittag zwischen 14 und 16 Uhr
sowie am Abend zwischen 22 und 24 Uhr am größten.

Tricks helfen nicht

"Wer sich nach durchtanzter Nacht mit Kaffee, Energydrinks oder
lauter Musik am Steuer wach halten will, wiegt sich in trügerischer
Sicherheit", warnt Allianz Service-Experte Dr. Peter Loisel. "Den
menschlichen Biorhythmus kann man nicht austricksen. Aufputschmittel
helfen nur kurzfristig und sind kein Ersatz für ausreichend lange
Schlafphasen." Passiert ein Unfall, kommt zwar die
Haftpflichtversicherung für Schäden auf, die Dritten zugefügt werden.
Allerdings sei der Kasko-Schutz für das eigene Fahrzeug bei grober
Fahrlässigkeit nicht gegeben, so Loisel. Er appelliert deshalb an das
Verantwortungsbewusstsein von Kfz-Lenkern, sich bei ersten
Warnsignalen des Körpers nicht ans Steuer zu setzen. Wer Symptome wie
schwere Augenlider, oftmaliges Gähnen oder unwillkürliches Kopfnicken
nicht ernst nehme, riskiere schließlich nicht nur sein eigenes Leben,
sondern auch das anderer Verkehrsteilnehmer.

Schon eine Sekunde ist eine zu viel

Der Sekundenschlaf dauert zwar nur eine bis fünf Sekunden. Aber
der Fahrer ist je nach Geschwindigkeit über mehr oder weniger lange
Strecken unkontrolliert unterwegs - bei 100 km/h sind das immerhin
bis zu 140 Meter im "Blindflug". Im schlimmsten Fall passiert genau
dann ein Unfall. Speziell jene Unfälle, bei denen Lenker "aus
unbekannter Ursache" ungebremst von der Straße abkommen, deuten
darauf hin, dass dabei der Sekundenschlaf eine Rolle gespielt haben
könnte.

Schnarcher leben doppelt so gefährlich.

Besonders gefährdet sind Fahrer, die unter so genannter
Schlafapnoe leiden - den Atemaussetzern während des Schlafs. Oft
wissen sie es selbst nicht und nehmen die Symptome wie lautes
Schnarchen oder chronische Müdigkeit auf die leichte Schulter.
Wissenschafter des Schlaflabors der Universitätsklinik Grenoble kamen
indessen bei Praxisversuchen auf einer Teststrecke zu dem Ergebnis,
dass Autofahrer mit Schlafapnoe doppelt so häufig auf ein Hindernis
auffuhren wie die anderen. Die Schlafapnoe gelte auch als wichtigste
Ursache für den gefürchteten Sekundenschlaf - noch vor Schichtarbeit,
Alkohol- und Drogenkonsum.

Links:
- Kuratorium für Verkehrssicherheit: Verkehrsunfallstatistik 2006
http://www.ots.at/redirect.php?unfallkfv

- ÖAMTC: Kampf dem Sekundenschlaf
http://www.ots.at/redirect.php?oeamtc11

- ÖAMTC: Tipps gegen Müdigkeit
http://www.ots.at/redirect.php?oeamtc21

- Schlafapnoe
http://www.ots.at/redirect.php?schlafapnoe
http://www.ots.at/redirect.php?schlafapnoe2

Rückfragehinweis:

Dr. Marita Roloff
   Unternehmenskommunikation
   Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft
   Allianz Elementar Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
   Hietzinger Kai 101-105, 1130 Wien
   Tel: 01/878 07 - 80726, Fax: - 40261
   mailto:[email protected]
   Internet: www.allianz.at

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