Wabl: Österreich braucht Gesamtpaket für Klimaschutz

Wien (OTS) - Unterstützung für das von Franz Fischler heute vorgestellte Maßnahmenpaket bekundete der Klimaschutzbeauftragte des Bundeskanzlers Andreas Wabl. "Franz Fischler hat mit seinem Paket die zentralsten Themen angesprochen. An deren Notwendigkeit zweifelt inzwischen niemand mehr, der ernst genommen werden will. Alleine in ihrer Umsetzung werden die meisten Vorschläge jedoch in Österreich systematisch verzögert. Am auffälligsten ist dies etwa im Beeich der Wohnbauförderung. Die Regierung hat zwar die Zweckbindung Teile der Wohnbauförderung für den Klimaschutz vorgeschlagen, der zuständige Verhandler, Umweltminister Pröll, hat aber bisher in den Gesprächen mit den Ländern keine Ergebnisse für die Umwelt erzielt. Was wir brauchen, ist eine Klimaschutzpolitik aus einem Guss und nicht nur ein Flickwerk von Maßnahmen, die sich teilweise sogar widersprechen", so Andreas Wabl.

Wabl wies darauf hin, dass eine weitere Verzögerung bei der Implementierung der Klimaschutzmaßnahmen für Österreich umfangreiche Strafzahlungen zur Folge hätte. Wabl: "Überspitzt formuliert kann man sagen, dass jeder Euro, der heute nicht investiert wird, ein Mehrfaches kosten wird. Wir brauchen daher Maßnahmen, die rasch greifen und nicht erst irgendwann. Dafür ist es notwenig, alle Betroffenen mit ins Boot zu nehmen. "

Wabl unterstützt daher eine ökologische Steuerreform mit massiver Entlastung des Faktors Arbeit vor. Wabl wörtlich: "Österreich kann in der Verbindung von Klimaschutz und Einkommensgerechtigkeit eine Vorreiterrolle in Europa spielen. Die kommende Steuerreform sollte primär hierfür genützt werden und nicht zu einer Klientenpolitik alten Stils verkommen."

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