Besondere Hilfe für junge Pflegepatienten

Mobile Kinderkrankenpflege bewährt sich bestens

Bregenz (VLK) - Die Pflegebetreuung von Kindern ist eine spezielle Herausforderung. Um auch dabei dem Grundsatz "ambulant vor stationär" zu folgen, gibt es in Vorarlberg seit vier Jahren die Mobile Kinderkrankenpflege - "ein Angebot, das sich seither bestens bewährt", so Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Gesundheitsreferent Landesstatthalter Markus Wallner heute, Dienstag, im Pressefoyer. Ziel ist es, die Lebensqualität der Kinder zu verbessern und die Krankenhausaufenthalte zu verkürzen.
Bei der Mobilen Kinderkrankenpflege betreuen speziell ausgebildete Kinderkrankenschwestern insbesondere schwer- und schwerstkranke Kinder und Jugendliche zu Hause. Im Jahr 2007 wurden vorarlbergweit 44 Kinder und Jugendliche gepflegt (2006: 39 Kinder) und 2.515 Leistungsstunden erbracht (2006: 2.181 Stunden). Insgesamt waren drei, ab September 2007 vier Pflegekräfte im Rahmen der Mobilen Kinderkrankenpflege beschäftigt.

Die Möglichkeit, zu Hause in vertrauter Umgebung von den eigenen Angehörigen intensiv betreut und unterstützt werden zu können, ist laut LSth. Wallner gerade bei jungen Patientinnen und Patienten wichtig. Das Familienleben kann sich im häuslichen Bereich leichter normalisieren, das familiäre Netz wird tragfähiger. "Die Pflegefachkräfte werden somit zu wichtigen Bezugspersonen im Familiensystem, sie bringen Kontinuität, Sicherheit, Entlastung und bestärkten die Eltern in ihrer Aufgabe", betonte Wallner.

Durch die Kinderkrankenpflege wird ein reibungsloser Übergang von der Spitalspflege in die häusliche Pflege. Um eine kontinuierliche Betreuung zu gewährleisten, erfolgt ein ständiger Informationsaustausch mit allen Beteiligten, erläuterte Primar Bernd Ausserer, Leiter der Kinder- und Jugendheilkunde am Krankenhaus Dornbirn.

Vor Übernahme eines Kindes nach Hause wird sichergestellt, dass die Eltern bzw. pflegenden Angehörigen die alltäglichen Pflegemaßnahmen sicher beherrschen. Sabine Österreicher, Projektleiterin bei der connexia: "Die Praxis zeigt, dass es zwischen der Pflege von Erwachsenen und von Kindern Unterschiede gibt."

Den Familien entstehen für die Mobile Kinderkrankenpflege keine zusätzlichen Kosten. Die Projektkosten bis Ende 2008 werden von der Gesundheitsplattform im Umfang von 166.000 Euro finanziert.
(gw)

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