Frauenberger: Teilzeit oft Falle für Unabhängigkeit von Frauen

Mehr qualifizierte Teilzeitarbeitsplätze notwendig

Wien (OTS) - "Teilzeit erweist sich in vielerlei Hinsicht als
Falle, wenn es darum geht, Frauen ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben zu ermöglichen. An dieser grundsätzlichen Problematik konnte auch die gesetzliche Regelung zur Elternteilzeit nichts ändern", so Frauenstadträtin Sandra Frauenberger anlässlich einer am Dienstag von der Arbeiterkammer präsentierten Studie zur Umsetzung der Elternteilzeit. Frauenberger fordert vor allem mehr qualifizierte Teilzeitarbeitsplätze und verbesserte Planung und Unterstützung bei der Rückkehr in Vollzeitarbeitsverhältnisse.

Die Praxis zeige, dass Teilzeitbeschäftigung maßgeblich dazu beiträgt, geschlechtsspezifische Rollenstereotype weiter zu festigen und ein Durchbrechen der Gläsernen Decke zu erschweren. Teilzeit dominiert vor allem in Branchen und Wirtschaftsbereichen mit vergleichsweise schlechten Einkommens- und Aufstiegsmöglichkeiten. Gleichzeitig sind das auch jene Bereiche, in denen überdurchschnittlich viele Frauen arbeiten. "Teilzeit kann ein Weg sein, um in bestimmten Lebensphasen zu einer besseren Vereinbarkeit von Job und Privatleben beizutragen. Für viele Frauen wird Teilzeit aber unfreiwillig zur Dauerlösung und somit zum existenziellen Risiko, etwa im Hinblick auf die finanzielle Absicherung im Alter", betont Frauenberger. Mehr Teilzeitarbeitsplätze auch in höher qualifizierten Bereichen, würden durchaus dazu verhelfen, generell die Rahmenbedingungen und negativen Folgeerscheinungen von Teilzeitbeschäftigung zu beseitigen sowie den Rückkehrmöglichkeiten in Vollzeit mehr Dynamik verschaffen. "Dafür ist eine bessere Planung von Arbeitsphasen, hinsichtlich Auszeiten, Teilzeiten und Übergang in Vollzeiterwerb in den Betrieben notwendig. Eine Anforderung, von der sowohl ArbeitnehmerInnen im Sinne einer verbesserten Work-Life-Balance profitieren würden. Gleichzeitig aber auch die Betriebe, weil Potenziale von MitarbeiterInnen weiter genutzt bzw. noch gefördert würden, so Frauenberger abschließend. (Schluss) koi

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mediensprecherin StR. Sandra Frauenberger
Maga Isabel Koberwein
Tel.: 4000/81853
Mobil: 0676/8118 81853
E-Mail: isabel.koberwein@wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0021