Hundstorfer: Globalisierung braucht Spielregeln

In der EU geht es um Solidarität und sozialen Ausgleich

Wien (ÖGB) - "Die Globalisierung braucht Spielregeln", forderte heute, Dienstag, ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer bei ein Podiumsdiskussion mit WKÖ-Präsident Christoph Leitl sowie Kapsch-Chef Georg Kapsch in der Firmenzentrale von Kapsch in Wien. Die Diskussion war der Auftakt einer Veranstaltungsreihe zum Thema "Europa - unser gemeinsames Anliegen!" die von der Gesellschaft für Europapolitik in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern organisiert wird.++++

Der ÖGB-Präsident bekannte sich zum gemeinsamen Europa und hob die Rolle der Sozialpartner gerade auch auf EU-Ebene hervor. Gleichzeitig betonte Hundstorfer, dass Europa sozial gestaltet werden müsse und stellte fest: "Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen und nicht die Wettbewerbsdoktrin". Der Reformvertrag werde von den Gewerkschaften zwar kritisch gesehen, doch verkenne niemand die Fortschritte durch den Vertrag.

In der EU müsse "Solidarität und sozialer Ausgleich stärker hervor gestrichen werden und bei der Öffnung des Arbeitsmarktes agiere der ÖGB restriktiv nicht weil wir uns abschotten oder der Wirtschaft Fachkräfte vorenthalten wollen, sondern weil es uns um die Menschen geht", so der ÖGB-Präsident. Hundstorfer zeigte sich überzeugt, dass von den durchschnittlich 200.000 Arbeitlosen in Österreich rund 100.000 weitergebildet und besser qualifiziert werden können.

"Mit den Ängsten der Menschen richtig umzugehen, ist eine unserer Aufgaben", stellte der ÖGB-Präsident fest und forderte angesicht der Entwicklung der Globalisierung als auch der internationalen Finanzwelt Spielregeln um zu verhindern, dass - wie etwa aktuell bei Novartis in Österreich - "nur wegen der fünften Kommastelle der Dividendenhöhe Arbeitsplätze vernichtet werden und die Manager dafür auch noch Prämien in Millionenhöhe bekommen".(ff)

ÖGB, 29. Jänner 2008 Nr. 35

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