Pilz zu Tschad-Einsatz: "Gut gemeint statt gut gemacht"

Tschad-Einsatz kein Beispiel für seriöse europische Sicherheitspolitik

Wien (OTS) - Als "schlampig und fahrlässig vorbereitet" bezeichnet der Sicherheitssprecher der Grünen, Peter Pilz, den von der Regierung befohlenen Tschad-Einsatz des österreichischen Bundesheeres. Erstens stehen die österreichischen SoldatInnen im Tschad unter französischem Kommando, obwohl Frankreich tief in den Bürgerkrieg im Tschad involviert ist. Damit riskiert der Minister den
Neutralitätsfall. Zweitens ist das Bundesheer ist in Sachen Ausrüstung (fehlende Hubschrauber, fehlende Personenausrüstung), Logistik, Aufklärung (keine eigene nachrichtendienstliche Aufklärung) und in Sachen Kommunikationsmöglichkeiten nicht ausreichend vorbereitet. Grund dafür ist, dass die Minister Platter und Darabos in teure Eurofighter statt in seriöse Vorbereitung des Bundesheers für UN-Mandate investiert haben.

"Der Einsatz hat humanitäre Motive. Aber er ist ein Kriegseinsatz. Wer
zum ersten Mal österreichische Soldaten in einen solchen Einsatz schickt, hat die Verantwortung, alle nötigen Voraussetzungen zu schaffen", stellt Pilz fest. "Gut gemeint ist auch in diesem Fall das

Gegenteil von gut gemacht."

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