Darabos verabschiedet EUFOR Tschad Kontingent

Wien (BMLV) - Diese Woche brechen die ersten Soldaten des österreichischen EUFO-Kontingents in den Tschad auf. Verteidigungsminister Norbert Darabos verabschiedete sich heute in Wien persönlich von jedem Einzelnen der 160 Frauen und Männer. Darabos: "Für dieses Engagement gebührt Ihnen Anerkennung, Unterstützung und Respekt."

"Die Flüchtlinge haben einen Bürgerkrieg erlebt, dessen Auswüchse für uns Europäer schwer vorstellbar sind. Diese Menschen brauchen unsere Hilfe. Und die Hilfsorganisationen brauchen Schutz, um diesen Menschen das Überleben sichern zu können", so Darabos in seiner Ansprache. Die EUFOR-Mission werde unter anderem die Verschleppung von Kindern, die Vergewaltigung von Frauen und Überfälle auf Flüchtlinge und zivile Helfer verhindern. "Das ist für mich eine zutiefst humanitäre Aufgabe", sagte Darabos.

Minister Darabos übermittelte den Soldaten auch den aufrichtigen Dank und die Anerkennung von Bundespräsident Heinz Fischer. Alle Angehörigen des Kontingents, so Darabos, könnten "zu hundert Prozent auf meine Unterstützung und die Unterstützung der Bundesregierung zählen". Darabos: "Auch im Tschad verteidigen wir die Sicherheit Österreichs. Denn Krisen und Konflikten muss man dort begegnen, wo sie entstehen."

Oberst Heinz Assmann, der Kommandant des österreichischen Kontingents, verdeutlichte den Auftrag seiner Soldaten: "Wir werden im Tschad für die Sicherheit von wehrlosen Frauen, Kindern und Männern sorgen. Es geht darum, aktiv etwas zum Schutz von Wehrlosen zu tun. Hier entsprechen wir der Tradition des Österreichischen Bundesheers, nämlich Schutz und Hilfe für die Menschen zu bringen."

Der Aufmarsch des Bundesheer-Kontingents ist mit den anderen teilnehmenden Nationen abgestimmt und erfolgt schrittweise. Das Vorkommando und die Soldaten des Lageraufbauelements werden mit den C-130 "Hercules" Transportflugzeugen des Österreichischen Bundesheeres in Marsch gesetzt und bereiten im Einsatzraum das Eintreffen des Hauptkontingents vor.

Insgesamt werden ca. 900 Tonnen mit Flugzeugen angeliefert. Das sind für diesen Einsatzraum erforderliche persönliche Ausrüstung, Einsatzfahrzeuge, Lastkraftwagen, Notarztwagen, Vorräte an Verpflegung, Trinkwasser bis hin zu Waschmittel.

Das österreichische Kontingent stellt unter anderem drei Notarztteams, welche die allgemeinmedizinische und notärztliche Versorgung sicherstellen. Für die weitere Versorgung wird es internationale Feldspitäler geben. Hoch geschätzt wird der Beitrag Österreichs im Bereich der Kontrolle der Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene, die durch das österreichische Team für den gesamten europäischen Einsatz sichergestellt wird.

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