Brosz: Mehr Geld für Förderung im Kindergarten

Schmied straft Ausschuss zur Schulreform mit Abwesenheit

Wien (OTS) - Die ExpertInnen Prof. Spiel und Prof. De Cillia haben im heutigen Unterausschuss des Unterrichtsausschusses zum Thema Frühförderung nachdrücklich auf die Wichtigkeit der Fördermaßnahmen im Kindergarten hingewiesen. "Der Kindergarten ist die erste institutionelle Bildungseinrichtung. Dort werden die Weichen für mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem gestellt. In vielen Ländern bestehen nach wie vor große finanzielle Hürden, die einem Kindergartenbesuch aller Kinder entgegenstehen. Der Gratiskindergarten wäre die beste Familienförderung und eine äußerst effektive Maßnahme in Richtung Chancengleichheit," so der Bildungssprecher der Grünen, Dieter Brosz.

"Die Lippenbekenntnisse des Ministeriums bringen uns nicht weiter. Es gibt weder einen verpflichtenden Kindergarten, noch wird es ausreichend ausgebildetes pädagogisches Personal für die Sprachförderung geben. Die Ausbildung der KindergärtnerInnen muss in Zukunft an Hochschulen stattfinden. Fortbildungen für die sprachliche Frühförderung müssen flächendeckend angeboten werden. Muttersprachliche PädagogInnen können den Sprachlernprozess massiv unterstützen. Nichts von dem wird in nächster Zeit stattfinden. Stattdessen wurde die gesetzliche Verpflichtung der Eltern festgehalten, dass ihre Kinder bei beim Schuleintritt ausreichend Deutsch können. Populismus kann Politik nicht ersetzen," so Brosz.

Die ressortzuständige Unterrichtsministerin Schmied blieb den heutigen Beratungen fern. "Der Unterrichtsausschuss hat im Beisein der Unterrichtsministerin einen Unterausschuss zur Behandlung der wichtigsten Themen der Schulreform unter Einbeziehung von ExpertInnen eingerichtet. Das Interesse Schmieds ist offenbar endend wollen. Sie hat bereits die ersten Beratungen zur Frühförderung mit ihrer Abwesenheit gestraft. Wie ernst nimmt Schmied die Schulreform, wenn sie an den Parlamentberatungen nicht teilnimmt? Gehrer hätte das nicht anders gemacht," so Brosz.

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