Uni-Räte: Senat der TU Graz nominiert nur Männer - Broukal spricht von "Affront"

Gesetzliche Regelung für halbe/halbe in Uni-Räten notwendig

Wien (SK) - Mit dem Senat der Technischen Universität Graz hat nun der neunte Senat ausschließlich Männer für den jeweiligen Uni-Rat nominiert. "Bis jetzt war es vielleicht Gleichgültigkeit, aber nach den vielen Diskussionen um die geringe Vertretung von Frauen an der Uni-Spitze grenzt das schon an einen Affront", so SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal am Dienstag. Der SPÖ-Abgeordnete verwies deshalb auf die Forderung der SPÖ, dass ein 50-prozentiger Frauenanteil in den Universitätsräten künftig durch eine Regelung in der anstehenden Novelle des Universitätsgesetzes (UG) festgeschrieben werden soll. ****

"Schon wieder ein Senat, der keine einzige Frau für würdig und 'fähig' befindet, die Funktion des Uni-Rates einzunehmen", kritisiert Broukal. Die SPÖ habe hingegen überhaupt kein Problem gehabt, für die ihr zustehenden Nominierungen zu den Uni-Räten 30 höchstqualifizierte Frauen zu finden. Auch das Argument, für technische Studien sei dies schwierig, dürfe man nicht gelten lassen: So habe die TU Wien zwei von drei Uni-Räte mit Frauen besetzt(TM-Direktorin Gabriele Zuna-Kratky, Wissenschafterin Anke Pyzalla). "Wenn Appelle und Bewusstseinsarbeit nicht helfen, dann muss eben die Politik gesetzlich aktiv werden. Wir müssen die gläserne Decke auch von oben durchschlagen", so Broukal abschließend. (Schluss) ah

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