Tschad-Einsatz: DARMANN: Plassnik hätte in Brüssel "Notbremse" ziehen sollen

Chaotisch geplanter EU-Militäreinsatz

Wien (OTS) - Kritik an der Beteiligung Österreichs an der EU-Mission im Tschad übte heute neuerlich der Vertreter des BZÖ im Landesverteidigungsausschuss Abg. Mag. Gernot Darmann.
Auch Außenministerin Plassnik könne nicht entgangen sein, wie schlecht die EU den Tschad-Einsatz vorbereitet hat. Plassnik hätte in Brüssel die Notbremse ziehen und den Standpunkt vertreten sollen:
unter diesen Voraussetzungen nicht!, sagte Darmann zum offiziellen Startschuss für die Militärmission der Europäischen Union im Tschad durch die EU-Außenminister. "Die Außenministerin hätte in Brüssel klar stellen sollen, dass keine österreichischen Soldaten an so einem chaotisch geplanten und stümperhaft organisierten EU-Militäreinsatz teilnehmen werden", so Darmann.

Der Außenministerin ist es offenbar wichtiger, auf dem internationalen Bankett schön dazustehen, anstatt die Verantwortung für die Österreicher wahrzunehmen.
Darmann kritisierte, dass die vorläufigen Kosten bereits 50 Millionen Euro betragen sollen, die sich bei einer im Raum stehenden Verlängerung auf 100 Mio. Euro erhöhen werden und vom Verteidigungsressort getragen werden müssen, obwohl es sich um einen "Assistenzeinsatz" für das Außenministerium handle.

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