ÖSTERREICH: Neue Drohung der Tschad-Rebellen an die Europäer

Anführer der Tschad-Rebellen warnt die Eufor vor Überschreitung ihres humanitären Mandats

Wien (OTS) - Wenige Tage vor der Abreise der österreichischen Soldaten zum Tschad-Einsatz bekräftigen die Rebellen ihre Warnung an die Adresse der EU-Truppe, keinesfalls politisch oder militärisch einzugreifen.

"Wenn die Eufor in den Tschad kommt, um sich ausschließlich der humanitären Hilfe für die Flüchtlinge zu widmen, dann ist sie uns willkommen. Sollten sich die Europäer aber in die politische und militärische Situation im Land einmischen, dann sind Kämpfe unvermeidlich." Dies sagte der Anführer der neu gegründeten Rebellen-Union, General Mahamat Nouri, im Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH am Satellitentelefon (Samstag-Ausgabe).

Der größte Feind der europäischen Friedenstruppe stecke "in den eigenen Reihen", warnte der ehemalige Verteidigungsminister, der 2006 die Fronten gewechselt hat und jetzt als Staatsfeind Nummer eins gilt. "Frankreich unterstützt das Regime von Idriss Déby und stellt gleichzeitig den größten Teil des Eufor-Kontingents. Die Interessen von Frankreich und den sonstigen Eufor-Ländern sind nicht dieselben." Die fehlende Neutralität Frankreichs werde vermutlich Angriffe der Rebellen-Armee auf die Eufor-Truppen provozieren, so Nouri.

Nouri steht nach eigenen Angaben an der Spitze von rund 8.000 Aufständischen, die gegen die Regierung Déby kämpfen. Die neue Rebellen-Union unter seinem Kommando geht auf den Zusammenschluss der drei größten Oppositionstruppen des Landes hervor.

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