Winkler: "Es gibt keine Alternative zur Europäischen Union"

Staatssekretär Hans Winkler diskutiert mit Schülerinnen und Schülern über Europa

Wien (OTS) - "Im Wissen und in der Bildung steckt ein enormes Potential die eigene Zukunft gestalten und am Arbeitsmarkt reüssieren zu können. Mehr Wissen führt zu mehr Offenheit. Populistische Meinungen und Aussagen über Europa sollten nicht einfach unreflektiert übernommen werden. Ich halte es für sehr wichtig, dass sich jeder sein eigenes Bild macht, Entwicklungen kritisch hinterfragt und sich für Zusammenhänge und Hintergründe interessiert. Europa geht uns alle an. Heute werden in Europa keine Entscheidungen mehr ohne die Mitwirkung Österreichs getroffen" betonte Staatsekretär Hans Winkler anlässlich einer Diskussionsveranstaltung unter dem Titel "Der EU-Reformvertrag: Realität und Mythos" in der HLW 19 in der Straßergasse in Wien.

Rund 180 Schülerinnen und Schüler erörterten heute gemeinsam mit Staatssekretär Hans Winkler, dem Vertreter der Europäischen Kommission in Österreich, Karl Doutlik, und dem Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik, Gerhard Bauer, ihre Ideen, Meinungen und Anliegen in Bezug auf die Europa-Politik und die europäischen Herausforderungen. Neben zahlreichen Fragen zum EU-Reformvertrag standen unter anderem die österreichische Neutralität, die Öffnung der Schengengrenze, die zukünftige Position Europas in der Welt, Beschäftigung und Arbeit, die Einwanderung in die EU im Zentrum der Debatte.

Die EU ist ein faszinierendes Projekt. Jeder von uns profitiert bereits jetzt von den vielen positiven Errungenschaften und Auswirkungen. Vieles ist gerade für junge Menschen schon zur Selbstverständlichkeit geworden. In den letzten Jahren wurde uns jedoch auch immer mehr vor Augen geführt, dass wir viele Herausforderungen nur mehr gemeinsam im Verband der EU bewältigen können - sei es die Frage der Energiesicherheit, des Klimaschutzes, der Migration, oder die der steigenden Konkurrenz durch Globalisierung sagte Winkler.

Der Staatssekretär stellte ausdrücklich fest: "Es gibt keine Alternative zur Europäischen Union. Wie in jeder Partnerschaft, in jeder Familie, ist es nicht immer möglich all seine Interessen und Wünsche verwirklichen. Wichtig ist zu realisieren, wie wir dazu betragen können, dass sich Europa so weiter entwickelt, wie wir uns das vorstellen." Auf eine diesbezügliche Frage meinte Winkler: "Der von manchen beschworene Austritt aus der EU wäre eine Armutsstrategie für Österreich. Der österreichische Wohlstand und unsere Chancen wäre dann eindeutig in Gefahr."

Winkler erinnerte die Schüler und Schülerinnen daran, dass die heute 14-15 Jährigen bei der nächsten Europawahl im Juni 2009 bereits wählen können. "Ihr seid es, die künftig Verantwortung für Österreich und Europa übernehmen und unsere Zukunft gestalten werden. Nehmt dieses Recht des Gestaltens wahr und bringt damit auch zum Ausdruck dass Euch unsere Zukunft am Herzen liegt" appellierte Winkler an die Schülerinnen und Schüler.

Ergänzt wurde die Diskussionsveranstaltung von der Präsentation einer Wanderausstellung, die unter dem Titel "Die EU und DU - Eine Erfolgsgeschichte mit Zukunft" läuft und in den nächsten Monaten österreichweit zahlreichen Schulen kostenlos zur Verfügung gestellt wird. "Die Ausstellung soll ein Anreiz sein sich mit europäischen Themen auseinander zusetzen und zur Diskussion anregen" so Winkler. Abgerufen werden kann die Wanderausstellung unter anderem unter www.bmeia.gv.at.

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