Cortolezis-Schlager: Rotes Wien ist Hauptproblem bei Integration und Schule

Hälfte der Volksschüler und 57 Prozent der Hauptschüler haben eine andere Muttersprache als Deutsch

Wien, 25. Jänner 2008 (ÖVP-PD) „Das rote Wien ist das Hauptproblem bei Integration und Schule“, sagt die Wiener Stadträtin und Leiterin der ÖVP-Perspektivengruppe „Bildung“, Mag. Katharina Cortolezis-Schlager, angesichts der heute veröffentlichten Zahlen von Schüler/innen mit nichtdeutscher Muttersprache. In Wien haben demnach bereits fast die Hälfte der Volksschüler (48 Prozent) sowie 57 Prozent der Hauptschüler bzw. Schüler der Polytechnischen Schulen eine andere Muttersprache als Deutsch. Insgesamt 38,2 Prozent aller Wiener Schüler/innen haben keine deutsche Muttersprache. „Diese Zahlen beweisen, dass das Hauptproblem im Bereich der Integration im roten Wien besteht. Hier hat die SPÖ jahrzehntelang zugesehen, ohne Maßnahmen zu ergreifen“, so die ÖVP-Bildungsexpertin. „Andere Städte wie Berlin bieten Sprachstandsfeststellungen und gebührenfreie Bildungszeiten im Kindergarten zur Sprachfrühförderung an.“ ****

„Wer sich in Wien umsieht, erkennt die rote Handschrift in der Integrationspolitik: Aufgrund der konzeptlosen Stadtplanungspolitik gibt es in Wien Pflichtschulen, wo der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund über 50 Prozent beträgt und ein Viertel aller Schulkinder Deutschprobleme hat“, so Cortolezis-Schlager. „Volksschulklassen, wie in Favoriten, wo nur ein Kind Deutsch als Muttersprache hat, sind zur Regel in Wien geworden, und nicht zur Ausnahme. Ganz zu schweigen von den hohen Kindergarten-Gebühren, die sich die meisten Migranten-Familien gar nicht leisten können.“ Wenn die SPÖ die bestehenden Probleme nicht wahrhaben will, betreibt sie eine gefährliche Verharmlosung.

„Was passiert, wenn man als verantwortliche Politiker die Augen zuhält anstatt dringend notwendige Maßnahmen auszuarbeiten, lässt sich am Fallbeispiel Wien ablesen“, betont Cortolezis-Schlager. „Jetzt ist die Zeit mehr als reif, über notwendige Schritte zu diskutieren und auch klar zu vermitteln: Wer nach Österreich kommt, hat nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten“, so Cortolezis-Schlager.

„Die deutsche Sprache ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration. Wer die Sprache kann, ist besser dran. Das Beherrschen der Unterrichtssprache bei Schuleintritt ist eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Bildungsweg“, so Cortolezis-Schlager. Sie plädiert erneut für eine eigene Vorbereitungsklasse für Kinder mit Sprachförderbedarf, so dass Kinder mit Migrationshintergrund möglichst optimal auf ihre Schullaufbahn vorbereitet werden. Die Leiterin der Perspektivengruppe „Bildung“ verweist auch auf die im ÖVP-Perspektivenpapier geforderten Maßnahmen zur effizienten Frühförderung: Dazu gehören ein Gratis-Kindergartenplatz ab dem vierten Lebensjahr, die Vorverlegung der Schuleinschreibung um ein Jahr sowie weitere maßgeschneiderte Maßnahmen zur Sprachförderung im Kindergarten. „Wir müssen den Kindern das Erlernen der Unterrichtssprache ermöglichen, um einen erfolgreichen Integrationsprozess in Gang zu setzen“, ist die ÖVP-Bildungsexpertin überzeugt.

Abschließend mahnt die Wiener Bildungsstadträtin einen Kurswechsel von Seiten der SPÖ ein. „In Wien sehen wir wie Integrationspolitik à la SPÖ aussieht: konzeptlos und doppelbödig.“ Die SPÖ solle sich endlich von dieser „Multi-kulti-laissez-faire-Haltung“ verabschieden und stattdessen auf der Grundlage des von Innenminister Günther Platter vorgelegten Integrationsberichts Maßnahmen ergreifen, schließt Cortolezis-Schlager.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0002