Kukacka: EU-weit strengere Abgasnormen für KFZ einführen, statt Fahrbeschränkungen zu verhängen!

ÖVP-Verkehrssprecher: Verkehr ist keineswegs "Klimasünder der Nation"

Wien (ÖVP-PK) - Die jüngst vom Umweltbundesamt veröffentlichten Ergebnisse der jährlichen Schadstoffinventur zeigen, dass es nicht gerechtfertigt ist, den Verkehr zum Klimasünder Nummer eins zu machen", erklärte ÖVP-Verkehrs- und Infrastruktursprecher Abg. Mag. Helmut Kukacka heute, Freitag. ****

Natürlich müssten die Emissionen im Verkehr noch weiter reduziert werden, weitere Einschränkungen des Straßenverkehrs durch überzogene Fahrverbote und Geschwindigkeitsbeschränkungen seien aber der falsche Weg, betonte Kukacka. Vielmehr müssten die Abgasnormen der PKWs und LKWs auf ein umweltpolitisch vertretbares Maß gesenkt werden. Deshalb müsse die Autoindustrie verstärkt verpflichtet werden, umweltfreundlichere Antriebsmodelle rascher marktreif zu machen. Hier wurde bereits von Umweltminister Pröll und der Bundesregierung mit der Einführung der CO 2-abhängigen NoVA ab 1. Juli 2008 ein ganz wesentlicher Kaufanreiz für CO2-arme PKW geschaffen.

Die Politik, Schadstoffe an der Quelle zu reduzieren, sei jedenfalls zielführender, als Autos mit höheren - als technisch machbaren -Abgaswerten zu produzieren und dann Fahrverbote und Fahrbeschränkungen einzuführen. Brüssel (EU-Kommission und Parlament) müsste rasch klare Vorgaben machen, denn nur dadurch könne die Autoindustrie zur wirksamen Reduktion der Verkehrsemissionen gezwungen werden und gleichzeitig die individuelle Mobilität gesichert bleiben, so Kukacka.

Im Übrigen ist im Jahr 2006 der CO2-Ausstoß im Verkehrsbereich von 17,3 Millionen Tonnen auf 16,9 Millionen Tonnen gesunken. Selbst wenn man jene Treibhausgase hinzurechnet, die Österreich durch den sogenannten Tanktourismus belasten, hat es im Jahr 2006 einen Rückgang des CO2-Ausstoßes durch den Verkehr um 1,2 Millionen Tonnen auf 23,25 Miollionen gegeben. Damit wurde das von der EU bis 2020 vorgeschriebene Verbesserungsziel bereits zu einem Drittel erreicht.

Durch die Beimischung von Biokraftstoffen zum herkömmlichen Treibstoff konnte der CO2-Ausstoß im Jahr 2006 im Vergleich zum Jahr 2005 um 900.000 Tonnen reduziert werden. Die Bundesregierung habe weiters seit 1. Oktober 2007 einen verpflichtenden Bioanteil an den Treibstoffen in der Höhe von 4,3 Prozent per Gesetz vorgeschrieben. Dieser Anteil werde mit 1. Oktober 2008 auf 5,75 Prozent angehoben, wodurch eine nochmalige, deutliche Reduktion des CO 2 Ausstoßes im Verkehrsbereich zu erwarten sei, erläuterte Kukacka.

Weiters müsse darauf hingewiesen werden, dass 34 Prozent der Verkehrsemissionen in Österreich vom Tanktourismus herrührten. Wenn man diesen aus den Gesamtemissionen des Verkehrs in Österreich herausrechne, bleibe vom oft zitierten Vorwurf, der Verkehr sei "der Klimasünder der Nation" nicht mehr viel übrig. 19 Prozent Verkehrsemissionen stünden dann 28 Prozent Industrie-Emissionen, 18 Prozent Emissionen aus der Energieaufbringung und 17 Prozent von Kleinverbrauchern gegenüber. Im Industrieland Oberösterreich sei übrigens die Industrie mit Abstand der Hauptverursacher der Treibhausgase. Sie habe mit 57,6 Prozent den größten Anteil an den Emissionen, erst an zweiter Stelle finde sich der Verkehr mit 21,5 Prozent, gefolgt vom Kleinverbrauch mit 11,4 Prozent und der Energieaufbringung mit 9,3 Prozent, schloss Kukacka.
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