Broukal: Frauenförderung an der Uni nicht vom "Good will" eines Ministers abhängig machen

Wien (SK) - "Die gestrige Pressekonferenz der SPÖ zur Frauenförderung an den Unis hat in die ÖVP offenbar Bewegung gebracht - allerdings sind die bisherigen Aussagen recht widersprüchlich", so SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal zu Minister Hahn und Wissenschaftssprecherin Brinek. Positiv sieht Broukal, dass Hahn das Ziel der SPÖ teilt, die Uni-Räte halbe/halbe zu besetzen. "Allerdings sollte das nicht vom 'Good will' des jeweiligen Ministers abhängig sein", so Broukal am Freitag. Deshalb will die SPÖ das gesetzlich festschreiben. ****

Real habe die Politik nur auf die Zusammensetzung der Uni-Räte Einfluss, weil die Senate sich autonom nach Wahlen an den Unis konstituieren. Was die Uni-Räte betrifft, die von den Senaten bestellt werden, so werden auch hier guter Wille und Appelle nicht genügen, wie gerade die letzte Zeit gezeigt habe. "Die Senate entscheiden völlig autonom, da gilt der gute Wille des Ministers nicht." Die SPÖ will deshalb eine gesetzliche Verankerung, dass auch die Senate die Uni-Räte zur Hälfte mit Frauen beschicken müssen. Das werde auf Frauenförderung an der Uni auf allen Ebenen reale positive Auswirkungen haben, ist Broukal überzeugt. "Es darf nie mehr passieren, dass acht Uni-Senate für die ihnen zustehenden Uni-Räte keine einzige Frau nominieren", so der SPÖ-Wissenschaftssprecher.

Unverständlich ist für Broukal, warum Minister Hahn in öffentlichen Aussagen immer wieder einen Widerspruch zwischen Exzellenz und Frauen herstellt. "Die SPÖ ist jedenfalls nicht der Ansicht, dass es in Österrreich nicht möglich ist, 60 exzellente Frauen für die Uni-Räte zu finden", so Broukal abschließend. (Schluss) ah

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0006