Hradecsni: Interessen der BankkundInnen bleiben weiter auf der Strecke

Finanzausschuss schiebt Grüne Anträge zur Änderung der Wertstellungspraxis auf lange Bank

Wien (OTS) - "Zuerst Zustimmung signalisieren und dann die Anträge doch nicht umsetzen. Das ist das typische Spiel der Regierungsparteien in den Ausschüssen", kritisiert die KonsumentInnenschutzsprecherin der Grünen, Bettina Hradecsni. Im gestrigen Finanzausschuss wurden zwar die Anträge der Grünen, die einerseits eine Überweisungsdauer von maximal zwei Tagen fordern, sowie eine Änderung der Bankenpraxis, Beträge bereits zum Buchungsdatum anzuzeigen, obwohl sie erst zum späteren Valutadatum tatsächlich verfügbar sind, begrüßt, aber auf Antrag der SPÖ wieder vertragt. Unter dem Vorwand, dass ohnehin auf europäischer Ebene eine Zahlungsdienste-Richtlinie komme, die bei diesen Punkten Klarheit schaffen solle. "Das sind fadenscheinige Ausreden. Diese Richtlinie soll erst bis 2010 umgesetzt werden. Gerade in heutiger Zeit, wo alle Haushalte mit Teuerungen zu kämpfen haben, ist nicht einzusehen, warum sich die Banken noch weitere zwei Jahre ungehindert ein Körberlgeld auf Kosten ihrer KundInnen verdienen", so Hradecsni. Auch durch die irreführende Angabe von Beträgen zum Buchungsdatum, die tatsächlich aber erst zum späteren Valutadatum verfügbar sind, werden viele BankkundInnen in die oftmals völlig überzogenen Sollzinsen getrieben.

"Die ÖVP hat es sich im Ausschuss besonders leicht gemacht und sich zu den Grünen Anträgen nicht einmal geäußert. Aber das Schweigen der ÖVP zu diesem Thema ist keine Überraschung sondern vielmehr bezeichnend für ihre Politik: immer aus der Verantwortung stehlen", schließt Hradecsni.

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