SCHWINGENSCHROT: BZÖ-Wien massiv gegen Getränkeverkauf in Trafiken

Verständnislosigkeit und Empörung bei Wirten und Greisslern

Wien (OTS) - Helle Aufregung herrscht bei Gastwirten und Lebensmittel-Kleinhändlern nach einer Blitzumfrage des BZÖ-Floridsdorf zum Thema "Getränkeverkauf ab so fort auch in Trafiken erlaubt." Die meisten Befragten wollten vorerst gar nicht glauben, was ihnen Finanzminister Molterer mit dieser jüngsten Entscheidung beschert hat. Vor allem der soqenannte 'Wirt um's Eck', der noch immer als beliebtes Kommunikationszentrum gefragt ist, aber auch die nur noch wenigen kleinen Lebensmittel-Nahversorger befürchten durch diese Maßnahme des Finanzministers gravierende Umsatzeinbußen und damit den Verlust ihrer Existenz", berichten BZÖ-LOSty. Dietmar Schwingenschrot und Bezirksrat Hans Jörg Schimanek als Initiatoren dieser BZÖ-Blitzumfrage.

Bereits in den nächsten Tagen wollen Getränkekonzerne allen Trafiken die kostenlose Aufstellung von Getränkeautomaten anbieten. Die Trafikanten erhoffen sich jedenfalls nach den jüngsten Geschäftseinbußen durch das Schmuggelunwesen und den teilweisen Fall der Einfuhrverbote bei Rauchwaren eine zusätzliche Einnahmequelle durch den Verkauf von Getränken.

"Diese Öffnung des so genannten Nebenartikelkatalogs für Trafiken kommt einer Kriegserklärung gerade an die kleine und mittlere Gastronomie und an die kleinen Greissler gleich. Denn es macht überhaupt keinen Sinn, einer Branche einfach total auf Kosten anderer Kleinunternehmer unter die Arme zu greifen. Dies muss zwangsläufig dazu führen, dass viele "gstandene" Wirtshäuser zusperren werden", sind Schimanek und Schwingenschrot nach ihrer Umfrage im Bezirk Floridsdorf überzeugt. "Wir laden den Herrn Finanzminister herzlich ein, mit uns einen Gastro-Rundgang durch unseren Bezirk zu machen. Dann wird er rasch erkennen, was er mit seiner Maßnahme ausgelöst hat. Mehr Bürgernähe, ehe derartige 'Problemlösungen' in die Tat umgesetzt werden, würden wohl auch unserem heimischen Oberfinanzer gut anstehen!", so Schimanek und Schwingenschrot abschließend. Sie fordern ein sofortiges Aussetzen der Entscheidung Molterers zum Zweck einer längeren und vor allem praxisorientierten Nachdenkpause.

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