Ö1-Redakteur Ewald Hiebl erhält Andreas-Reischek-Preis 2008

Ausgezeichnet für "Salzburger Nachtstudio" zum Thema "Einheit und Vielfalt. Blicke auf Europa" - Ö1 wiederholt die Sendung am 30.1.

Wien (OTS) - Am Dienstag, den 29. Jänner wird in Linz der Andreas-Reischek-Preis für hervorragende journalistische Leistungen im Hörfunk verliehen. Ausgezeichnet wird Ewald Hiebl, Assistent an der Universität Salzburg und Mitarbeiter bei Ö1 und beim ORF-Radio Salzburg, für sein "Salzburger Nachtstudio" zum Thema "Einheit und Vielfalt. Blicke auf Europa". Diese Sendung wird am Mittwoch, den 30. Jänner in Ö1 ab 21.01 Uhr wiederholt.

Die nach dem Radio-Pionier Andreas Reischek benannte und mit 7.500 Euro dotierte Auszeichnung wird seit 1976 alle zwei Jahre von ORF Oberösterreich und Raiffeisenlandesbank Oberösterreich vergeben. Ewald Hiebl erhält den Preis für ein von ihm gestaltetes "Salzburger Nachtstudio" zum Thema "Einheit und Vielfalt. Blicke auf Europa". Die Jury entschied sich unter insgesamt 46 Einreichungen für seine Produktion. Die Sendereihe "Salzburger Nachtstudio" gibt es seit 1956. Sie bemüht sich um Internationalität aktueller Diskurse mit hochrangigen Gesprächspartnern.

In dem ausgezeichneten "Salzburger Nachtstudio", das am Mittwoch, den 30. Jänner ab 21.01 Uhr in Ö1 nochmals zu hören ist, setzt sich Hiebl mit der Vielfalt und Einheit Europas auseinander. Europa ist mehr als die Europäische Union, die Grenzen Europas enden nicht an den "Erweiterungszonen". "Europa hängt zusammen wie Treibsand. Natürlich gibt es ein gemeinschaftliches Erbe, aber der Integrationsprozess muss noch beginnen." Die unterschiedlichen historischen Erfahrungen müssten erst zusammenfinden, meint der niederländische Journalist und Historiker Geert Mak, etwa indem die Europäer einander Geschichten erzählen. Geschichten über die schönen Seiten und die Hoffnungen Europas, aber auch über die Ruinen und die Verbrechen. Geschichten über die Omaha Beach, Geschichten über Auschwitz. Über die Grenzen der Europäischen Union hinaus blickt auch der Salzburger Schriftsteller Karl-Markus Gauß, und das nicht nur geografisch. Er stellt der Euphorie der Erweiterung und der Integration die Lebenswelt der slowakischen Roma und den Überlebenskampf osteuropäischer Völker entgegen. Und auch er erzählt Geschichten vom Geschichtenerzählen. Wirtshausgeschichten, die am Rand Europas hinter die glatten Fassaden der Euro-Investitionen blicken lassen und die eine Vielfalt sichtbar machen, die Europa -noch immer - prägt.

Ewald Hiebl wurde 1968 in Linz geboren. Er studierte Geschichte und Deutsche Philologie an der Universität Salzburg und arbeitet dort seit 1997 als Assistent am Institut für Geschichte. Seit dem Vorjahr leitet Hiebl das Leopold-Kohr-Archiv. Nähere Informationen zum Programm von Österreich 1 sind abrufbar unter http://oe1.ORF.at.(ih)

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