Psychiatriedebatte - SP-Ramskogler: Hohes Maß an Behandlungs-Zufriedenheit bei PatientInnen des Otto-Wagner-Spitals

Wien (SPW-K) - "Die Situation im Otto-Wagner-Spital entspricht
weder einem - wie von der Opposition behauptet - Desaster noch einem Skandal. In dieser Einrichtung werden Patientinnen und Patienten mit extrem schwierigen Krankheitsbildern sehr gut behandelt. Mit ihren generalisierenden Behauptungen diffamieren die Oppositionspolitiker alle, die dort schwerste Arbeit leisten", wies Donnerstag Abend SP-Gemeinderätin Mag. Sonja Ramskogler in ihrem Debattenbeitrag im Wiener Gemeinderat im Rahmen einer Dringlichen Anfrage zur Situation der stationären Psychiatrie im Wiener Krankenanstaltenverbund die heftigen Angriffe der Oppositionsparteien zurück.

Ramskogler argumentierte, dass sie diese Behauptung treffen könne, weil sie selbst eine zeitlang während ihrer Ausbildung zur Psychologin im Otto-Wagner-Spital beschäftigt gewesen wäre. Sie schilderte nahezu minutiös die Situation, mit der die MitarbeiterInnen des Spitals bei der Aufnahme von PatientInnen konfrontiert sind. In diesem Zusammenhang wandte sie sich auch gegen die "verbale Abqualifizierung" von Assistenz- und Turnusärzten. "Die Aufnahmediagnosen werden jedenfalls sorgfältig abgehandelt. Über 99 Prozent der in der Psychiatrie behandelten Personen werden zu deren vollen Zufriedenheit behandelt", hob die Mandatarin hervor.

Auch verwahrte sie sich dagegen, Ärzte und das Pflegepersonal gewissermaßen mit "Monstern" zu assoziieren, weil diese aus Schutzgründen besonders schwierige PatientInnen in Netzbetten geben. Zudem erläuterte sie den Unterschied zwischen Netz- und Gitterbetten, aber auch zwischen der Psychiatrie und der Forensik, deren Funktionen und Aufgabenstellungen, so Ramskogler, von Oppositionsrednern oft verwechselt würden. An diese appellierte die Gemeinderätin "sich zuerst mit den Fakten vor Ort vertraut zu machen, bevor so gravierende Anschuldigungen erhoben werden".

Abschließend bekräftigte Ramskogler, dass die Stadt weiterhin gemeinsam mit den ExpertInnen intensiv bemüht sein werde, die notwendigen Maßnahmen und damit die bestmögliche Versorgung von PatientInnen mit psychischen Krankheitsbildern in den dafür vorhandenen Einrichtungen sicherzustellen. "Mein Hauptziel ist es auch für die Entstigmatisierung von psychisch Kranken tätig zu sein, schloss Ramskogler. (Schluss)

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