Schadet die Hoteliervereinigung dem Tourismus?

Wien (OTS) - Michaela Reitterer, die Vorsitzende der Landesgruppe Wien der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) lässt sich nunmehr seit Monaten vor den Karren des Flughafens Wien-Schwechat spannen und bejubelt dessen Ausbaupläne, zuletzt am 24. Jänner 2008. Es steht zu befürchten, dass sie damit nicht nur der Umwelt und der Bevölkerung, sondern auch dem Tourismus und den eigenen Mitgliedern einen Bärendienst erweist:

Der Ansturm von Billig-Fluglinien wie EasyJet oder SkyEurope führt nicht nur zu einer möglichen Zunahme von Übernachtungen im preiswertesten Segment der Übernachtungsbetriebe. Dieselben Flugzeuge transportieren auch jene zu nahezu Dumpingpreisen nach Teneriffa oder auf die Seychellen, die unter fairen Wettbewerbsbedingungen ihren Urlaub in den Tiroler Bergen oder im Salzkammergut verbracht hätten.

Dazu kommt, dass ein Großteil der geplanten neuen Verbindungen dem Umsteigen und dem Umladen von Fracht von einem Flugzeug ins andere dient - wie Umsteigepassagiere und Umladegüter eine Steigerung der Nächtigungszahlen hervorrufen können, bleibt Reitterer bislang zu erklären schuldig.

Abschließend sei bemerkt, dass ein Anstieg des Flugverkehrs und damit des Fluglärms die Attraktivität ganzer Tourismusregionen schwinden lässt. Die Tourismusbetriebe der Bezirke Mödling und Baden werden Frau Reitterer ihr Engagement für den Flughafenausbau sicherlich danken.

Frau Reitterer, die unter anderem die österreichischen Hotels des EasyJet-Schwesterunternehmens EasyHotel betreut, wäre gut beraten, auch die Interessen der Mitglieder ihrer Landesgruppe und der gesamten Vereinigung zu berücksichtigen anstatt die Propaganda der Flughafen Wien AG nachzubeten.

Rückfragen & Kontakt:

Heger & Partner Rechtsanwälte für 27 Fluglärm-Bürgerinitiativen aus
W, NÖ und B
T: (+43 1) 595 48 18-0; F: (+43 1) 595 48 18-20;
E: office@hegerpartner.com

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HPR0001