VP-Praniess-Kastner: Gebührenerhöhung für Rettung wieder ohne Kostennachweis vorgelegt

Wehsely muss Mängel in der Rettungsversorgung dringend beheben

Wien (VP-Klub) - Jedes Jahr werden die Gebühren der Rettungs- und Krankentransporte beschlossen. "Woraus sich diese Gebühren in Wien zusammensetzen, ist rätselhaft und wird von der zuständigen SP-Stadträtin seit Jahren nicht beantwortet", kritisiert LAbg. Karin Praniess-Kastner, ÖVP Wien-Mitglied im Wiener Gesundheitsausschuss, die geplante Erhöhung dieser Gebühren im gestrigen Wiener Gemeinderat. Die Gebührenerhöhung wurde daher von der ÖVP abgelehnt.

Die Gebühren für Rettungsfahrten werden fällig, sobald es zur Ausfahrt eines Einsatzfahrzeuges kommt. "Diese Gebühr wird immerhin 460 Euro pro Ausfahrt betragen und wird unabhängig von der Dauer des Einsatzes im Wiener Stadtgebiet und damit unabhängig von den tatsächlichen anfallenden Kosten in Rechnung gestellt", betont Praniess-Kastner. Zusätzlich fallen auch Kosten an, die fällig werden, sobald in Wien für eine Veranstaltung die Bereitstellung eines Sanitäters oder Notarztes notwendig ist. Auch hier herrscht Unklarheit, auf welcher Basis die dafür zu entrichtenden Gebühren berechnet werden.

"Da die Gebühren für Rettungstransporte nunmehr wieder einmal angehoben wurden - und das noch dazu in unterschiedlichem prozentuellem Ausmaß - ist es dringend erforderlich, die Berechnungsbasis endlich offen zu legen", fordert die VP-Abgeordnete. Das geplante Budget der Rettung durch die Anzahl der geplanten Rettungsfahrten zu dividieren, entspreche nicht einer kostenbasierten Berechnung, die aber für den sorgsamen Umgang mit Steuergeldern unerlässlich sei.

Hervorragende Arbeit der Rettungskräfte von Infrastrukturmängel begrenzt

"In der Rettung hängt der Haussegen seit einigen Jahren schief", so Praniess-Kastner. Die chronische Arbeitsüberlastung, Personalmangel, zu wenig Einsatzwägen und ein nicht funktionierendes Funksystem machten 2007 Schlagzeilen. "Die Einsatzkräfte leisten hervorragende Arbeit, allerdings sind ihnen Grenzen gesetzt, wenn es an der notwendigen Infrastruktur mangelt. Wehsely als Verantwortliche muss die Mängel schleunigst beheben. Ein weiteres Vertagen könnte bei einem Ernstfall katastrophale Folgen haben", fordert Praniess-Kastner abschließend.

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