Neues Volksblatt: "Kind-Gerecht" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 25. Jänner 2008

Linz (OTS) - Arbeitnehmer steuerlich zu entlasten ist eine
wichtige Sache. Ein Ersatz für Steuererleichterungen für Familien steckt aber nicht darin. Denn Kinder sind, auch, wenn die SPÖ die Realität der Mütter und Väter offensichtlich nach wie vor nicht begriffen hat, natürlich finanziell eine zusätzliche Herausforderung. Wer - allein oder in Beziehung - kinderlos lebt, für den bleibt jeder verdiente Euro trotz aller Familienleistungen eben mehr wert - den Wert, den die Kinder anderer in Zukunft für ihn leisten noch gar nicht eingerechnet. Eine verstärkte Berücksichtigung der Kinder im Steuerrecht ist vor diesem Hintergrund überfällig. Beim "Wie" ist freilich ein Modell sicherzustellen, das Kleinverdiener nicht benachteiligt. Das vom ÖAAB propagierte steuerfreie Existenzminimum für jedes zu versorgende Kind weist hier eine gute Richtung. Versehen mit einer Wahlmöglichkeit für Familien zwischen dem neuen Modell und einem Verbleib bei der Individualbesteuerung wäre auch der Selbstbestimmungsgedanke entsprechend verankert. Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind dazu wesentliche Ergänzung, aber kein Ersatz - es geht um ein sowohl, als auch.

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