Grüne Wien: Schulische Infrastruktur im 22. Bezirk skandalös

Jerusalem: "Planungsfehler quälen die Bevölkerung"

Wien (OTS) - Als skandalös bezeichnet die Schulsprecherin der Grünen Wien, Susanne Jerusalem, die schulische Infrastruktur im 22. Bezirk. "Dass zu einer Notmaßnahme in Form einer mobilen Schule gegriffen werden muss, ist bezeichnend", so Jerusalem.."Der Mangel an AHS-Plätzen ist eine jahrzehntelange Plage, es ist unerhört, was die Politik der Donaustädter Bevölkerung zumutet. Jerusalem begrüßt zwar die Tatsache, dass eine mobile Schule errichtet werden soll, warnt aber gleichzeitig davor, dass in Wien Provisorien zu Dauereinrichtungen werden, wie zahlreiche Container in vielen Bezirken beweisen. Eva Hauk, Klubobfrau der Grünen Donaustadt ergänzt: "Container gehen nur dann in Ordnung, wenn die AHS Contiweg trotzdem wie angekündigt im Schuljahr 2009/10 eröffnet wird".

"Das Debakel ist nicht nur stadtplanerischer Natur, auch in der Schulpolitik versagt die SPÖ", stellt Jerusalem fest. So sei etwa die Behauptung, dass die Kooperativen Mittelschulen an Hauptschulstandorten ein gleichwertiger Ersatz für die AHS seien, schlicht falsch. "Es ist unseriös, die Eltern in diese Falle zu locken", so Jerusalem. Was die meisten Eltern nämlich nicht wüssten, sei die Tatsache, dass ihre Kinder in der Kooperativen Mittelschule die AHS-Berechtigung leicht verlieren können, wenn ihre Noten nicht gut genug seien. "Dreier und Vierer machen in der AHS-Unterstufe nichts aus, in der KMS können sie bedeuten, dass ein Kind nicht in die Oberstufe der AHS übertreten kann", warnt Jerusalem. Es sei daher besser, in einen anderen Bezirk auszupendeln als sich von der SPÖ in eine Falle locken zu lassen.

"Leider gibt es in der Donaustadt große Lücken in der Infrastruktur", stellt Jerusalem angesichts der Tatsache fest, dass etwa Süßenbrunn weder einen Kindergarten noch eine Volksschule besitze. "Das ist ein handfester Skandal", so Jerusalem, dort gebe es Eltern, die täglich drei Stunden Fahrtzeit absolvieren, damit ihre Kinder betreut werden können. "Alle schönen Worte von Seiten der SPÖ zum Thema Kindergarten und Frühförderung erübrigen sich, wenn derartige Missstände herrschen".

Eva Hauk verlangt daher umgehend die Ausstattung von Süßenbrunn mit ausreichender Infrastruktur: "Ein Kindergarten und eine Volksschule müssen selbstverständlich sein", so Hauk abschließend.

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