SP-Lindenmayr: Wien auch auf dem Radfahrsektor vorbildlich unterwegs

Wien (SPW-K) - "Die höchst unterschiedlichen Kritiken von den GemeinderätInnen der linken bzw. der rechten Sitzreihen des Gemeinderates unterstreichen einmal mehr, dass Wien genau den richtigen Mittelweg auch in seiner Fahrradpolitik fährt und dabei vorbildlich unterwegs ist", stellte Donnerstag SP-Gemeinderat Siegi Lindenmayr in seinem Debattenbeitrag im Wiener Gemeinderat zum Thema Verkehr fest.

Lindenmayr ließ die Entwicklung des Radfahrens in Wien in den vergangenen Jahrzehnten Revue passieren und zeichnete diese auch anhand der Präsentation von interessanten wie ebenso aussagekräftigen Zahlen nach. So habe es in Wien im Jahr 1970 11 Kilometer Radwege in Wien gegeben, 1986 rund 168 Kilometer und 2007 1090 Kilometer. "Das entspricht", so Lindenmayr, "einer Verhundertfachung und unterstreicht einmal mehr wie wichtig die Stadt auch diese Verkehrsart nimmt".

Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen widmete sich der Redner den unterschiedlichen Formen von Radweganlagen, ihren technische Erfordernissen, unterstrich deren jeweilige Vorzüge bzw. auch vorhandenen Nachteile und listete die Länge der Radwege in den einzelnen Bezirken auf. "Radfahren ist", so Lindenmayr, "in der Stadt durchaus ein sehr gutes Mittel, um vor allem bei Wegen unter fünf Kilometer rasch an sein Ziel zu kommen. Obendrein ist es gesund". Der Mandatar wies zudem auf eine Untersuchung hin, der zufolge der überwiegende Teil der Radfahrer in Wien nicht freizeitmäßig, sondern im Zusammenhang mit seinem Beruf unterwegs ist. Auch erläuterte Lindenmayr den Verkehrs-Split Modal, demzufolge bereits zwei Drittel der WienerInnen ihre Wege in der Stadt im so genannten "Umweltverbund" (Fußgehen, Radfahren, Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel), aber nur mehr ein Drittel mit dem Kraftfahrzeug, zurücklegten. Ziel der Stadt sei es, dass die Anzahl der im Umweltverbund zurückgelegten Wege weiter steigen, betonte der Gemeinderat.

Nicht zuletzt setzte sich Lindenmayr auch mit dem Problem des Hubschrauber-Flughafens auf dem Gelände der Meidlinger Kaserne auseinander und erläuterte die gerade in den letzen Jahren ernorm gestiegene Anzahl der Flugbewegungen. Er übte Kritik an Innenminister Platter, weil dieser mit den lärmgeplagten AnrainerInnen bzw. den Organen der Bezirksvertretung über eine durchaus mögliche Absiedlung nicht einmal reden wolle. Lindenmayr erklärte, dass die SPÖ, die FPÖ und die Grünen einen gemeinsamen Antrag einbringen werden, in dem sich der Gemeinderat für eine ehest mögliche Absiedlung der Hubschrauber-Basis ausspricht und Minister Platter aufgefordert wird, diesem Ansinnen zu entsprechen. (Schluss)

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