Nordex startet Werksausbau in Rostock

52.500 m2 neue Hallenfläche / 86 Mio. Euro Investitionsvolumen

Norderstedt (euro adhoc) -

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Für Nordex bricht heute eine neue Ära an. Mit dem
ersten Spatenstich für den Ausbau seiner Rostocker Werke startet das Unternehmen ein 86 Millionen schweres Investitionsprogramm. In den kommenden zwei Jahren entstehen am Güterverkehrszentrum neue Produktionshallen mit rund 52.500 Quadratmeter Gesamtfläche, das entspricht gut sieben Fußballfeldern. Damit verdreifacht der Turbinenhersteller seine Kapazitäten für Europa.

"Dieser Schritt war dringend erforderlich, um die steigende Nachfrage unserer Kunden auch in Zukunft decken zu können. Im letzten Jahr haben wir unsere Produktionsleistung zwar nochmals im hohen zweistelligen Bereich erhöht, aber weitere Wachstumsreserven in Rostock sind jetzt kaum noch vorhanden", so Thomas Richterich, Vorstandsvorsitzender der Nordex AG. Aktuell verfügt das Unternehmen über einen Auftragsbestand von fast 3 Mrd. Euro. Damit ist das geplante Wachstum bis Ende 2009 gesichert. In den nächsten zwei Jahren will Nordex seinen Umsatz etwa verdoppeln.

In der ersten Stufe baut Nordex seine Rotorblattproduktion auf rund 1.000 Megawatt Jahresleistung aus. Dafür entsteht bis zum Jahresende eine neue Halle für die Endbearbeitung der Rotoren. Gleichzeitig ist eine Flächenverdoppelung der bereits bestehenden Produktionshalle geplant. So ist zukünftig auch die Fertigung von Rotorblättern mit über 50 Meter Länge möglich.

Im Mai nimmt Nordex dann die zweite Baustufe in Angriff. Hier geht es um eine neue etwa 25.600 Quadratmeter große Turbinen- und Schaltschrankmontage. Zudem entstehen auf dem Werksgelände Gebäude für die Verwaltung und den Service. Richterich: "In zwei Jahren können wir in einer modernen Fertigungsumgebung konzentriert an einem Standort in Rostock produzieren. Damit nutzen wir unsere Wachstumschancen und können zukünftig noch effizienter arbeiten".

Im Rahmen der Werkserweiterung will Nordex mindestens 300 neue Stellen in Rostock schaffen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen am Standort Rostock rund 700 Mitarbeiter. Falls sich die Nachfrage in Europa weiterhin so rasant entwickelt, wäre auch eine dritte Baustufe nach Abschluss der jetzt startenden Arbeiten möglich. Erste Pläne sehen hierbei eine Verdoppelung der Rotorblattproduktion und eine nochmalige Erweiterung der Turbinenmontage auf dem Werksgelände vor.

Schon beim Spatenstich zeigte sich die Landespolitik erfreut. "Unternehmen wie Nordex halten ihre Zusagen ein, sie investieren, wachsen und schaffen Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern. Das ist Werbung für den Wirtschaftsstandort", so Wirtschaftsminister Jürgen Seidel.

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