Frauen als Unternehmerinnen im Vormarsch

Ein Drittel aller österreichischen Unternehmer sind Frauen, der Frauenanteil bei Gründungen und Betriebsnachfolgen steigt stetig!

Wien (PWK056) - "Von den rund 30.000 Neugründungen des Jahres 2008 entfallen bereits 40 % auf Gründerinnen. Mehr und mehr Frauen erkennen ihre Chance in der unternehmerischen Tätigkeit", freut sich Adelheid Fürntrath, Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft. Der beachtliche Gründungsboom, den Österreich in den letzten Jahren erlebt hat, wird stark von Frauen mitgetragen. Zum Vergleich: 1993 lag der Frauenanteil bei den Neugründern erst bei 26 %.

Als Grund für den Weg in die Selbstständigkeit rangiert für die Unternehmerinnen
die Möglichkeit, eigenständig arbeiten zu können, vor dem Wunsch, eigene Ideen
umzusetzen. Mehr als die Hälfte der österreichischen Unternehmerinnen begründete ihr Unternehmertum mit diesem Drang nach Unabhängigkeit. Gerade für Frauen ist die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie (35 %) und die Erreichung von mehr zeitlicher Flexibilität (39 %) ausschlaggebend für den Schritt in die Selbstständigkeit.

Dennoch fühlt sich fast die Hälfte der Unternehmerinnen durch die Doppelbelastung stark beeinträchtigt. Und genau hier setzt Frau in der Wirtschaft mit Ihrer Forderung nach der Betreuungsprämie an: "Mit Betreuungsprämie von "Frau in der Wirtschaft" könnten 10 Prozent der Aufwendungen für Betreuungs- und Haushaltshilfen mit einer maximalen Deckelung von 1.500 Euro im Jahr als Prämie auf dem Abgabenkonto gutgeschrieben werden", erklärt Fürntrath. Die technische Umsetzung wäre einfach, die Prämie würde als Erstattung von der Einkommenssteuer vergleichbar mit der Bildungsprämie, der Investitionszuwachsprämie oder der Lehrlingsausbildungsprämie rückvergütet werden. Mehr als 4.500 Menschen unterstützen bereits jetzt die Umsetzung der Betreuungsprämie unter www.betreuungspraemie.at.

Während des Mutterschutzes steht der unternehmerisch tätigen Frau die sogenannte Betriebshilfe zur Verfügung. Diese Initiative der Wirtschaftskammern Österreichs und der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft ermöglicht, dass für die Zeit des Mutterschutzes eine Ersatzarbeitskraft kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Diese/r erfahrene, tüchtige, engagierte und flexible Betriebshelfer/in, führt während der Abwesenheit der Unternehmerin die Geschäfte weiter, sodass sich die werdende Mutter in Ruhe und ohne Sorge um den Betrieb auf Ihren Nachwuchs vorbereiten kann. Nähere Infos unter http://wko.at/betriebshilfe.

Diese Unterstützungsleistung kann übrigens in existenzbedrohenden Situationen, wie Unfall oder Krankheit, von allen Kleinst- und Kleinstunternehmerinnen in Anspruch genommen werden. Während des Mutterschutzes (8 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt) ist der Betriebshilfeeinsatz für die Unternehmerin jedenfalls kostenlos.

Dennoch fordert Frau in der Wirtschaft als Interessenvertretung der fast 100.000 österreichischen Unternehmerinnen weitere Verbesserungen für Unternehmerinnen in Bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Unternehmertum. Wichtig sind vor allem die weitere Flexibilisierung der Kinderbetreuungsangebote, sowie die Förderung individueller Kinderbetreuung. Auch die Entkoppelung der Zuverdienstgrenze beim Kinderbetreuungsgeld vom Unternehmensgewinn würde für selbstständige Frauen eine wesentliche Verbesserung bedeuten. (us)

Rückfragen & Kontakt:

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Junge Wirtschaft | Gründer-Service | Frau in der Wirtschaft
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E-Mail: elisabeth.zehetner@wko.at
http://www.jungewirtschaft.at
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