Neubauer, Tiefenbacher: Mindestobergrenze der Rezeptgebührendeckelung geht zu Lasten der Mindestpensionisten und da vor allem der Frauen

Wien (OTS) - Mit Kritik reagieren FPÖ-Seniorensprecher NAbg Werner Neubauer und der Bundesobmann des freiheitlichen Seniorenringes, Dr. Erwin Tiefenbacher, auf die Mindestobergrenze bei der Rezeptgebührendeckelung. Werner Neubauer: "Liegt das Jahresnettoeinkommen unter dem Zwölffachen des Einzelrichtsatzes für die Ausgleichszulage, das sind im Jahr 2008 747,-- Euro im Monat, wird die Rezeptgebührenobergrenze vom Zwölffachen dieses Richtsatzes berechnet. Diese für alle Pensionen geltende Mindestobergrenze liegt 2008 bei 179,-- Euro. Das bedeutet, jeder nicht aus sozialer Schutzbedürftigkeit rezeptgebührenbefreite Versicherte, muss zumindest 37 Rezeptgebühren bezahlen, bevor er die Obergrenze erreicht und für den Rest des Jahres von der Rezeptgebühr befreit ist."

Im Falle eines, den Familienrichtsatz übersteigenden Familieneinkommens sei bei Pensionen unterhalb des Ausgleichszulagenrichtsatzes keine Ausgleichszulage zu erhalten, berichtet Seniorenring-Obmann Tiefenbacher. "Die betroffenen Pensionisten sind damit bei der Pensionsanpassung 2008 um eine angemessene Erhöhung umgefallen. Sie wurden mit 1,7 Prozent abgespeist und werden im Rahmen der Rezeptgebührendeckelung nochmals bestraft, indem der Ausgleichszulagenrichtsatz und nicht das reale Netto-Einkommen zur Berechnung herangezogen wird."

"Die SPÖ zeigt damit", so Werner Neubauer abschließend, "dass ihr nicht nur die eigenständige Altersvorsorge der Frauen nichts wert ist, sondern sie darüber hinaus in Kauf nimmt, Regierungspropaganda auf dem Rücken von chronisch kranken Frauen zu machen."

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