AMS Wien: Migration 2008 im Mittelpunkt

Weitere Schwerpunkte: Ältere Arbeitslose und Frauen

Wien (OTS) - Der Wiener Arbeitsmarkt präsentiert sich derzeit sehr gut. Damit so viele Menschen wie möglich von dieser positiven Entwicklung profitieren, setzt das AMS Wien heuer seine Schwerpunkte vor allem in der Vermittlung älterer Menschen und in der Ausbildung von Frauen in traditionellen Männerbranchen. Eines Themas wird sich das AMS Wien heuer ganz besonders annehmen: Des Bereichs Arbeitsmarkt und Migration.

Das Thema "Migration" ist eines der großen Gebiete, die zur Zeit sowohl das internationale Geschehen wie auch die öffentliche Diskussion dominieren. Das Arbeitsmarktservice Wien kennt dessen Bedeutung seit Langem und hat hier richtungsweisend gearbeitet.
So wurden im vergangenen Jahr zwei Pilotprojekte durchgeführt, deren Ergebnisse heuer umgesetzt werden. Unter anderem werden die speziell erforderlichen Beratungskompetenzen innerhalb des AMS Wien gestärkt, auch wurde eine zusätzliche Betreuungseinrichtung für türkische Frauen geschaffen.
"Unsere Pilotprojekte haben uns wertvolle Perspektiven aufgezeigt", sagt Claudia Finster, Leiterin des AMS Wien. "Heuer werden wir das erfolgreich Erprobte auf eine breitere Basis stellen."

Zwei weitere Bereiche, die heuer die Arbeit des AMS Wien bestimmen werden, sind die Vermittlung älterer Arbeit Suchender und die Qualifizierung von Frauen in Berufe, die traditionell von Männern dominiert werden. Obschon beides keine leichten Aufgaben darstellen, hat das AMS Wien in beiden Bereichen schöne Erfolge erzielt. Im vergangenen Jahr begannen weit mehr Frauen als geplant eine Ausbildung in typischen Männerberufen; die Arbeitslosigkeit der mehr als 45-Jährigen konnte um 2.000 Personen reduziert werden.
"Die Gruppe der älteren Arbeit Suchenden ist eine der großen Herausforderungen der Gegenwart und der kommenden Jahre", sagt Inge Friehs, Vize-Chefin des AMS Wien, das hier vor allem auf zwei Instrumente setzt. Friehs: "Einerseits Prävention, andererseits Beihilfen zur Wiedereingliederung." Das heißt konkret: Das AMS Wien fördert die Anpassung des Arbeitsplatzes an die Bedürfnisse älterer Beschäftigter. Darüber hinaus werden finanzielle Beihilfen gezahlt, um wieder eine Stelle zu finden. Das Budget für derartige Beihilfen wurde heuer von 12,5 auf 13,5 Mio. Euro aufgestockt.

Insgesamt hat der Wiener Arbeitsmarkt ein äußerst erfolgreiches Jahr hinter sich. Die Zahl der arbeitslosen Personen konnte netto - also inklusive Reduktion der Schulungszahlen - um mehr als 6.500 gesenkt werden. An offenen Stellen meldeten die Unternehmen knapp 60.000, das sind um 13.000 mehr als 2006. Die durchschnittliche Vormerkdauer sank um 13 Tage auf 104 Tage, und die Arbeitslosenquote fiel in Wien von 9,3 auf 8,5 Prozent.

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