Wale schießen? Mit der Kamera - nicht mit Harpunen!

Greenpeace fordert Canon zum Walschutz auf

Wien/Tokio (OTS) - - Der japanische Konzern Canon hat es gegenüber der Umweltorganisation Greenpeace abgelehnt, das japanische Walfangprogramm öffentlich zu verurteilen. Als weltweit führender Hersteller bewirbt Canon seine Digitalkameras mit atemberaubenden Aufnahmen von gefährdeten Tierarten - auch von Walen - und ist Großsponsor von etlichen Artenschutzprojekten.

Der Konzernchef von Canon, Fujio Mitarai, ist gleichzeitig Vorsitzender des japanischen Wirtschaftsverbands Keidanren. Er gilt als einflussreicher Berater des japanischen Premiers in Wirtschaftsfragen, um negative Effekte für den japanischen Außenhandel durch die japanische Politik abzuschätzen.

In einem Schreiben vom 10. Januar 2008 forderte Greenpeace Mitarai auf, die folgende Erklärung zu unterzeichnen: "Canon bekennt sich zu dazu, kommenden Generationen einen intakten Planeten zu hinterlassen und ist gegen die Jagd auf bedrohte Arten - außer mit einer Kamera. Canon ist der Ansicht, dass das tödliche Walfangprogramm im Südpolarmeer beendet werden und durch ein nicht-tödliches Forschungsprogramm ersetzt werden muss."

In seinem Antwortschreiben vom 22. Januar erklärt Canon, wie wichtig der Schutz gefährdeter Tierarten dem Unternehmen ist. Doch der Antwortbrief an Greenpeace endet mit einer Absage: "Die wissenschaftliche Meinung über die Forschung an Walen variiert […] wir werden die Erklärung nicht unterzeichnen."

"Der japanische Forschungs-Walfang ist eine Farce. Dieses Jahr sollen ihm Tausend Wale zum Opfer fallen - darunter auch gefährdete Finnwale. Als einflussreiches japanisches Unternehmen, das mit dem Tierschutz wirbt, muss Canon dagegen aktiv werden. Herr Mitarai sollte seinen Einfluss nutzen, um den tödlichen Walfang zu stoppen", fordert Greenpeace-Meeresbiologin Antje Helms.

"Weder ist Canon direkt in den Walfang involviert, noch ruft Greenpeace dazu auf, Canon zu boykottieren", stellt Helms klar. "Stattdessen fordern wir weltweit alle Kunden von Canon auf, an Herrn Mitarai zu schreiben und Canon in seiner Meinung umzustimmen." Auch in Österreich kann der Protest unter www.greenpeace.at/protestcanon unterstützt werden.

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Greenpeace CEE

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Tel: +43 (0)664 612 67 03
steffen.nichtenberger@greenpeace.at

Antje Helms, Meeresbiologin
Tel: +43 (0)664 214 89 52

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