"DÄDALUS 08"- Drei Einsätze des Bundesheeres bei Luftraumverletzungen

Darabos: Zusammenarbeit Schweiz/Österreich funktioniert hervorragend

Wien (BMLV) - Am Mittwoch, 23. Jänner 2008, gab es für die Piloten des Österreichischen Bundesheeres gleich drei Einsätze. Drei Kleinflugzeuge, alle mit deutschem Kennzeichen, flogen unerlaubt in das Flugbeschränkungsgebiet über Vorarlberg und Tirol ein. Ein Flugzeug wurde gegen 13:30 Uhr von zwei PC7 Propellerflugzeugen des Bundesheeres über Landeck abgefangen und zur Landung nach Hohenems begleitet. Die zwei anderen wurden am Nachmittag, ebenfalls von PC7, aus dem für sie gesperrten Luftraum über dem Arlberg und über Bludenz, begleitet.***

Aller Voraussicht nach erfolgten die Luftraumverletzungen aus Unachtsamkeit der Piloten. Die flugbetrieblichen Abläufe sind jedenfalls so, dass den Piloten das Flugbeschränkungsgebiet bekannt sein muss. Da alle drei Flugzeuge identifiziert wurden, haben die Piloten mit einem Verwaltungsstrafverfahren zu rechnen.

Die PC7 ist ein Propellerflugzeug, das speziell zum Abfang von langsam fliegenden Flugzeugen eingesetzt wird. Die Verordnung über das zeitweilige Flugbeschränkungsgebiet wurde, in Absprache mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, vom Verteidigungsminister anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos/Schweiz erlassen, und gilt noch bis zum 27. Jänner 2008.

Verteidigungsminister Norbert Darabos, der erst vor wenigen Tagen mit seinem Schweizer Amtskollegen Samuel Schmid zusammen getroffen ist, betonte demnach auch die hervorragende Kooperation der Streitkräfte beider Länder in Hinblick auf die EURO 2008: "Bei den gestrigen Einsätzen hat sich einmal mehr gezeigt, wie gut die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Österreich auf dem Gebiet der Luftraumüberwachung funktioniert. Auch bei der EURO wird der Luftraum zu 100 Prozent sicher sein."

Bei der aktuellen Luftraumsicherungsoperation "Dädalus 08" zum Schutz des Weltwirtschaftsforums in Davos setzt das Bundesheer etwa 700 Soldaten, 20 Flächenflugzeuge, 13 Hubschrauber, sowie als passive Komponente, verschiedene Radarsysteme ein. Geführt wird der Einsatz vom Streitkräfteführungskommando aus Graz und Salzburg.
Weitere Informationen erhalten Sie von der Informations- und Pressestelle im Militärkommando Vorarlberg, unter 0664/622 5905.

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