AK: Stopp den lästigen, aufgehalsten 09x-SMS!

AK fordert mehr Schutz für KonsumentInnen in der Mehrwertdienstverordnung

Wien (OTS) - Ding, Dong - eine SMS mit erotischem Inhalt. Die Beschwerden in der AK Beratung über unbestellte, aber verrechnete 09x-SMS reißen nicht ab. "Damit muss Schluss sein", sagt AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer. Die Anbieter von Mehrwert-SMS brauchen schärfere Regeln. Daher verlangt die AK in der vom Telekom-Regulatur gerade überarbeiteten Mehrwertdienstverordnung:
Ankommende, unerwünschte Mehrwert-SMS sollen dem Konsumenten nicht verrechnet werden. Neu gekaufte Handys könnten auch für Mehrwert-SMS gesperrt sein und nur auf ausdrücklichen Kundenwunsch freigeschalten werden.

Erhalten, aber nicht angefordert: Derzeit bekommen zahlreiche KonsumentInnen Mehrwert-SMS, vor allem mit Werbung für pornografische Inhalte. Versendet werden sie vor allem aus dem Ausland, aktuell häufig von Großbritannien. "Unerbetene SMS sind nicht nur lästig, sondern oft auch teuer", sagt Zimmer. Denn unseriöse Abo-Dienste informieren die Empfänger nicht, sobald zehn Euro verbraucht sind, obwohl das gesetzlich vorgesehen ist. Der Dienst dürfte erst nach Bestätigung des Nutzers fortgesetzt werden. Wenn sich Anbieter nicht daran halten, kann die Telefonrechnung nach etlichen SMS-Zusendungen schon gut um die 50 Euro mehr ausmachen.

Die AK verlangt daher dringend mehr Schutz für HandynutzerInnen. Da derzeit der Telekom-Regulator die Mehrwertdienstverordnung ändert, fordert die AK strengere Regeln für die Anbieter. Wer Mehrwert-SMS erhält, darf dafür nichts zahlen - das gibt’s bereits bei Chat-Diensten und hat sich bewährt. Verrechnet werden können nur SMS, die der Nutzer selbst versendet. Denn bestellte SMS-Abos muss er ohnehin per SMS bestätigen.

Besseren Schutz verspricht auch eine Opt-In-Regelung: Das heißt, dass Handys bereits beim Kauf für Mehrwert-SMS gesperrt sein sollen. KundInnen können sie dann auf ausdrücklichen Wunsch freischalten lassen. Allerdings: Wer SMS-Dienste wie Klingelton-Abos nutzen möchte und sich dafür freischalten lässt, verliert auch den Schutz vor unseriösen Zusendungen. Derzeit werden Mehrwertnummern umgekehrt nur auf ausdrücklichen Kundenwunsch gesperrt.

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