Bayr: Vorgaben der EU-Kommission zum Klimaschutz teilweise enttäuschend, teilweise ehrgeizig

Wien (SK) - SPÖ-Umweltsprecherin Petra Bayr brachte am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst ihre Enttäuschung zum Ausdruck, dass die EU-Kommission die CO2-Zuteilung im Vergleich zu den Kioto-Zielen abgeschwächt hat. "Mit der Zuweisung dieses unambitionierten Ziels kommt die EU-Kommission wohl der realpolitisch eher unerfolgreichen Klimapolitik Österreichs der letzten Jahre entgegen und somit ist dies kein sehr großer Ansporn für weitere Anstrengungen in Richtung CO2-Reduktion", so Bayr. ****

"De facto erlaubt uns die EU die Rückkehr zu den CO2-Zahlen von 1990 und trotzdem ist bei der jetzigen Ausgangslage immer noch einiges an Anstrengung erforderlich, um dieses Ziel zu erreichen", sagte Bayr. "Ich warne allerdings davor, die Kioto-Ziele auf die leichte Schulter zu nehmen und die Einsparungsdefizite die wir bis 2010 noch haben, jetzt nur mit Zertifikatszukäufen zu lösen." Gerade dieses geringe Ziel "muss uns motivieren, die Ergebnisse wirklich durch Senken der Emissionen in Österreich zu erreichen".

Mit 34 Prozent sei im Vergleich zu den CO2-Zielen die Vorgabe der EU für die erneuerbare Energie "sehr ehrgeizig", so Bayr. Mit einer reinen Fortschreibung der Politik von Minister Pröll seien diese Ziele nur schwer zu erreichen. Dies sollte ein Grund mehr sein, jetzt ein wirklich ambitioniertes und effektives Ökostromgesetz auszuverhandeln, das hilft, das Potential der erneuerbaren Energie zu erhöhen und auszuschöpfen. "Und gleichzeitig müssen wir aber auch auf Bundes-, Landes-, sowie Gemeindeebene drastische Schritte setzen, um unsere Zuwächse an Energieverbrauch in den Griff zu bekommen, Energie zu sparen und effizient einzusetzen", betonte Bayr.

Für sehr problematisch würde Bayr es halten, wenn für die Länder, die AKWs betreiben, Kernkraft als CO2-neutrale Energie anerkannt würde. "Kernkraft ist keine CO2-neutrale Energie und wird auch nie eine CO2-neutrale Energie sein", so Bayr abschließend. (Schluss) up

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