Kadenbach: Land NÖ beteiligt sich an der "Koordinierungsstelle - Braunbär"

Bestand der seltenen Tiere soll gesichert werden

St. Pölten, (SPI) - Kürzlich sorgten Meldungen über das Verschwinden von Braunbären in Österreich für Aufregung. "Wir sind natürlich bestrebt, der Sache auf den Grund zu gehen. Die Ursachen für das Verschwinden der Tiere sind bisher noch nicht bekannt. In Frage kommen hier ebenso eine mögliche Abwanderung, die bisher nicht dokumentiert wurde, wie auch Krankheiten und Seuchen oder mögliche illegale Eingriffe in die Population. Um die Bären besser im Auge behalten zu können, wird derzeit versucht, die in Niederösterreich und der Steiermark verbliebenen 3 bis 4 Tiere mit Sendern zu versehen", erläutert Niederösterreichs Naturschutzlandesrätin Karin Kadenbach.****

Derzeit läuft in Zusammenarbeit der Länder Steiermark, Niederösterreich, Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg, dem BMLFUW und dem WWF unter dem Titel "Koordinierungsstelle - Braunbär", KOST, im Anschluss an das Wiederansiedlungsprojekt des WWF, ein Projekt zum Monitoring der Entwicklung der Bärenpopulation sowie zur Beratung in eventuellen sensiblen Beratungsfällen. Auch Oberösterreich und Salzburg sind der KOST beigetreten. Kadenbach: "Das Wiederansiedlungsprojekt des WWF umfasste damals 3 aus Slowenien importierte Tiere, die zusammen mit dem in den 80er Jahren eingewanderten sogenannten ‚Ötscherbären’ die Stammpopulation der heimischen Braunbären bildeten. Aus diesen Tieren gingen 31 nachgewiesene Jungtiere hervor, im niederösterreichisch-steirischen Grenzgebiet lag die Populationsgröße jedoch nie über 12 Tieren."

Die Projektkosten für die KOST belaufen sich aktuell auf rund 90.000 jährlich, das Land Niederösterreich trägt dazu 18.000 Euro aus Mitteln des NÖ Landschaftsfonds bei. Die Projektträgerschaft für die KOST liegt seit 2007 beim Forschungsinstitut für Wildtierkunde der veterinärmedizinischen Universität, auch der WWF ist weiterhin zahlendes Mitglied der KOST. "Das Land Niederösterreich bringt sich natürlich in die KOST-Braunbär mit ein. Wir werden im Rahmen dieser Kooperation unser Möglichstes tun, um den Bestand dieser seltenen Tiere zu sichern", so LR Kadenbach abschließend.
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