Umweltministerium: Andreas Wabl diskreditiert sich mit Halbwahrheiten

Klarstellung der Faktenlage - Appell zu Versachlichung ernst nehmen - Photovoltaik nicht weiterhin auf die lange Bank schieben

Wien (OTS) - Die Behauptung, des Kanzlerberaters Andreas Wabl, wonach der Expertenbeirat des Klima- und Energiefonds das Photovoltaik-Programm abgelehnt hätte, entspricht nicht den Tatsachen. Tatsächlich hat der Expertenbeirat am 16. Jänner 2008 trotz Querschüssen ein positives Gutachten zu Photovoltaik abgegeben.

"Grundsätzlich ist die Technologie der PV entwicklungsfähig. Wegen der Notwendigkeit der Netzintegration empfiehlt der EB jedoch, dieses Programm über das Ökostrom-G zu fördern. Die Schaffung von Anreizen für Gebäudeintegration hält der EB für sinnvoll."

Das Umweltministerium hält eine Initialzündung für die breitere Markteinführung und Durchsetzung der Photovoltaik-Technologie in Österreich für dringend notwendig und orientiert sich dabei am erfolgreichen deutschen 100.000 Dächer-Programm. Deshalb ist eine Finanzierung zum jetzigen Zeitpunkt aus dem Klimafonds absolut notwendig.

Mit einer Finanzierung über den Klimafonds - für heuer wären rund 9 Mio. Euro veranschlagt - wäre der Startschuß der Photovoltaik-Entwicklung bereits mit 1. April möglich. Eine spätere Integration ins Ökostromgesetz ist damit nicht ausgeschlossen. Wichtig ist, jetzt zu beginnen, die Technologie zu fördern. Allein auf das Ökostromgesetz zu warten, würde bedeuten, Photovoltaik auf die lange Bank zu schieben und Arbeitsplätze zu gefährden. Immerhin ist die Novelle zum Ökostromgesetz noch nicht ausverhandelt. Mit einem Inkrafttreten ist erst 2009 zu rechnen.

In Deutschland gibt es mittlerweile rund 5.000 Photovoltaikunternehmen, die einen Umsatz von 3,7 Milliarden Euro erwirtschaften und ca. 35.000 Arbeitsplätze schaffen. Bis 2020 wird ein Anstieg der Arbeitsplätze auf 100.000 erwartet - gemeinsam mit Solarthermie ein Anstieg auf 200.000 (inkl. Handwerk und Zulieferer).

Am Anfang dieser Entwicklung stand in Deutschland als Initialzündung ein 100.000 Dächer-Programm. Damit wurde die Produktion von Strom aus Photovoltaik verzehnfacht. Deutschland ist damit Weltmarktführer geworden und hat Japan überholt. Das 100.000 Dächer-Programm wurde nach Abschluss der Initialphase in das "Erneuerbare-Energie"-Gesetz - das deutsches Ökostromgesetz -übergeführt.

Wabls heutige Wortmeldung ist weder konstruktiv, noch sachlich. Seine heutige Aussendung trägt zum bedauern des Umweltministeriums nicht zu einer Versachlichung bei, wie dies zurecht von den Geschäftsführern des Klimafonds heute gefordert wurde.

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