Zwerschitz zu Jugendkriminalität: Ausbau von Präventionsprogrammen unumgänglich

10-Punkte-Programm der SPÖ bleibt schwammig und unverbindlich

Wien (OTS) - "Natürlich ist es hinsichtlich der Prävention von Jugendgewalt wichtig, Bildungs- und Ausbildungschancen zu erhöhen, und selbstverständlich ist es nötig, die schulpsychologische Beratung und die Sozialarbeit an Schulen auszubauen", meint die Jugendsprecherin der Grünen Barbara Zwerschitz zum heute präsentierten 10-Punkte-Programm der SPÖ. "Wenn aber Bildungsministerin Schmied noch im selben Atemzug darauf hinweist, dass dazu mehr budgetäre Mittel nötig seien, versucht sie damit sofort den Schwarzen Peter ans Finanzministerium abzuschieben."

Neben langfristigen Plänen in Fragen der Ausbildung und Sozialisation seien Präventionsprogramme dringend nötig. "So sinnvoll der Mädchennotruf oder Beratungsstellen für Verbrechensopfer sind - diese Institutionen können erst dann eingreifen, wenn Gewalt bereits passiert ist", erklärt Zwerschitz. Jugendgewalt sei im Wesentlichen ein männliches Phänomen. "ExpertInnen kritisieren in diesem Zusammenhang, dass in Österreich kaum Projekte zur jungenspezifischen Gewaltprävention existieren, und wenn, dann nur lokal beschränkt. In diesem Bereich muss massiv Geld in die Hand genommen werden, um neue Programme zu fördern, existierende zu evaluieren und die Best-practice-Beispiele überregional zu etablieren", fordert Zwerschitz.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0007