GLOBAL 2000: Todesstoß für Österreichs Klimaschutz

Österreich darf Treibhausgas-Emissionen nach 2010 wieder steigern

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 zeigt sich entsetzt über die Pläne der EU-Kommission zum Klimaschutz in Österreich:
"Die EU erlaubt Österreich damit, seine Treibhausgas-Emissionen nach 2010 wieder zu steigern. Dieser Freibrief ist der Todesstoß für die österreichische Klimaschutzpolitik. Das Versagen der österreichischen Klimapolitik wird so im Nachhinein legitimiert", so Silva Herrmann, Klima- und Energiesprecherin von GLOBAL 2000.

Österreich muss bis 2010 seine Treibhausgas-Emissionen um 13 Prozent gegenüber 1990 verringern. Bis 2005 sind aber die Emissionen bereits um dramatische 18 Prozent gestiegen. Die EU schlägt nun eine Reduktion um 16 Prozent gegenüber 2005 vor, geht also von einem viel höheren Wert aus. Zusammen mit den Reduktionsvorgaben für die Industrie bedeutet das, dass Österreich bis 2020 die Emissionen wieder auf das Niveau von 1990 ansteigen lassen darf.

"Die EU bleibt mit einer Reduktionsvorgabe von 20 Prozent nicht nur hinter notwendigem Klimaschutz zurück, sondern auch hinter den bereits bei der Klimakonferenz in Bali 2007 getroffenen Vereinbarungen. So verspielt die EU die Chance, Kanada, Japan oder die USA zu ambitioniertem Klimaschutz zu bringen", bilanziert Silva Herrmann.

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