SP-Stürzenbecher: Ganz überwältigende Mehrheit der Bevölkerung für ein friedliches Zusammenleben der Religionsgemeinschaften

Wien (SPW-K) - "Stabilität ist in der Wirtschaft, z.B. beim Budget aber auch in anderen gesellschaftlich relevanten Bereichen erforderlich, wie etwa beim sozialen Zusammenhalt und bei unserem demokratischen Wertesystem insgesamt. Bedauerlicherweise wird gegen dieses humanistische Wertesystem gelegentlich von einer Gruppe Sturm gelaufen. Ein trauriger Höhepunkt waren die Aussagen gegen den Islam der Spitzenkandidatin der FPÖ im Zuge des Grazer Gemeinderatswahlkampfes", erklärte Mittwoch SP-Landtagsabgeordneter Dr. Kurt Stürzenbecher in seinem Debattenbeitrag zu diesem Thema im Wiener Landtag.

Es gebe, so Stürzenbecher, kaum etwas Gefährlicheres, als dass religiöse Gefühle missbraucht und dass religiöse Gruppen gegeneinander aufgewiegelt werden. Wohin das führen könne, bewiesen die zahlreichen diesbezüglichen Auseinandersetzungen in verschiedenen Regionen der Welt. Stürzenbecher: "Es ist sehr wichtig, dass wir in Österreich eine ganz andere Situation haben. Das friedliche Zusammenleben der unterschiedlichen Gläubigen und ihrer Religionsgemeinschaften ist ein sehr hohes Gut, dass wir uns erhalten wollen", betonte der Abgeordnete. Stürzenbecher erinnerte daran, dass der Islam bereits 1912 als Religionsgemeinschaft in Österreich vom Staat offiziell anerkannt worden ist und sich die Situation unter der Regierung Kreisky in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts weiter verbessert worden ist. "Mit dieser Anerkennungspolitik ist Österreich jedenfalls vorbildhaft", betonte Stürzenbecher.

Er glaube, so der Mandatar weiter, dass der hier gepflegte, intensive Dialog für die Integration sehr wichtig sei. Wenn manchen dieses positive Zusammenleben und dieser Friede ein Dorn im Auge sei, so müsse man dieser Entwicklung rechtzeitig konsequent entgegentreten. Einmal mehr verwies Stürzenbecher darauf, dass die Zusammenarbeit zwischen den staatlichen Institutionen, den Ländern und Gemeinden und den Religionsgemeinschaften in Österreich sehr gut funktioniere und die Trennung von Staat und Religion in diesem Land allgemein akzeptiert werde. "Diesen erfolgreichen Weg werden wir in Österreich und in Wien fortsetzen. Das ist eine vernünftige Politik, zu der es keine Alternative gibt", betonte Stürzenbecher. Nicht zuletzt zollte er auch der Verhaltensweise der islamischen Glaubensgemeinschaft und ihrer Vertreter für den umsichtigen Umgang mit den skandalösen Äußerungen der FP-Politikerin seine Hochachtung. "Diese haben", so der Politiker, "klug, intelligent, moderat, ganz einfach richtig reagiert. Darauf können wir stolz und dankbar sein".

Stürzenbecher setzte sich in seiner Rede auch mit den innerösterreichischen Stabilitätspakt auseinander und plädierte für die Zustimmung zu diesem Tagesordnungspunkt. Er erläuterte einmal mehr die Zielsetzungen sowohl des europäischen als auch des innerösterreichischen Stabilitätspaktes und sprach sich dafür aus, dass Verträge einzuhalten seien - das ist der absolut richtige Weg", gab Stürzenbecher seiner Überzeugung Ausdruck. (Schluss)

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