Donnerbauer: Präventivmaßnahmen alleine sind zu wenig

Vergleich der Rückfallquoten zeigt: Jugendcamps haben bessere Wirksamkeit als Jugendarrest

Wien, 23. Jänner 2008 (ÖVP-PK) „Präventivmaßnahmen sind wichtig und richtig. Die ÖVP hat dies bereits in ihrem Bundesparteivorstands-Beschluss zum Thema Jugendgewalt klar festgehalten. Dass nun auch die SPÖ dies erkennt, ist begrüßenswert“, sagt ÖVP-Justizsprecher Mag. Heribert Donnerbauer zur heutigen Pressekonferenz der SPÖ zur Jugendgewalt. „Gleichzeitig muss man aber auch festhalten: In Fällen, wo Prävention nicht greift, müssen Sanktionsmaßnahmen gesetzt werden“, betont Donnerbauer. „Rote Kuschelpädagogik ist zu wenig, wenn es um Schutz vor Gewalt geht.“ ****

Gerade die von Sozialminister Buchinger heute präsentierte Umfrage zeigt die Dringlichkeit auf, wirksame Maßnahmen zu setzen. „Wenn über 80 Prozent der Jugendlichen angeben, schon mit Gewalt konfrontiert worden zu sein und über 60 Prozent der Befragten schon Gewalt in der Schule erlebt haben, dann ist es höchst an der Zeit, sich der Realität zu stellen und nicht – wie es die SPÖ macht – zu beschwichtigen und das Problem herunter zu spielen“, betont der ÖVP-Justizsprecher.

„Unverständlich“ ist für Donnerbauer, dass die SPÖ sich reflexartig sperrt, wenn es um das Thema Jugendcamps geht. Statistiken belegen, dass 80 Prozent der betreffenden Jugendlichen nicht mehr rückfällig werden. Im Bereich des Jugendarrests hingegen sind die Rückfallquoten Schwindel erregend, so Donnerbauer, der Justizministerin Berger empfiehlt, sich diesbezüglich bei ihrer deutschen Parteikollegin, Justizministerin Zypries, zu informieren. Diese hat ihre anfängliche Skepsis gegenüber Jugendcamps nach einem Lokalaugenschein im Camp von Lothar Kannenberg revidiert und bezeichnet die Einrichtung nun als „sinnvoll, weil es auf gegenseitigem Respekt beruht“.

„Gefordert ist ein ausgewogenes Paket von Präventions- und Sanktionsmaßnahmen“, betont Donnerbauer. „Hier muss Justizministerin Berger aktiv werden. Wichtig ist zudem, dass der Zeitraum zwischen Tat und Sanktion verkürzt wird. Hier zeigen Studien, dass ein direkter Zusammenhang zwischen der Dauer bis zur Sanktion und deren Wirksamkeit besteht“, so Donnerbauer, der abschließend eine rasche Evaluierung des Jugendstrafrechts fordert.

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