Hintergrund zu EU-Klimaschutz-Zielen: Klimabündnis berechnet gewaltigen Rückschritt gegenüber Österreichs Kyoto-Verpflichtungen

Die wichtigsten Zahlen und Fakten zu den veröffentlichten EU-Klimaschutz-Zielen bis 2020

Wien (OTS) - Österreich ist im Rahmen des Kyoto-Abkommens verpflichtet, seine Treibhausgasemissionen bis 2008/2012 - der Durchschnitt dieser 5 Jahre zählt für die Zielerreichung - um 13 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu verringern.

Die aktuellen EU-Klimaschutz-Ziele für bis 2020 bedeuten de facto dass Österreich nach 2012 seine Emissionen wieder um unglaubliche 15 Prozent erhöhen darf; bis 2020 auf ein Niveau, das 2 Prozent über dem Wert von 1990 liegt.

Auch die EU bleibt mit diesem schwachen Klimaschutz-Paket weit hinter ihren eigenen Ambitionen zurück. Noch im Dezember 2007 ist in den Schlussdokumenten der UN-Weltklimakonferenz in Bali auf Initiative der EU ein Rahmen-Klimaschutzziel von 25 bis 40 Prozent für alle Industriestaaten bis 2020 als Verhandlungsmandat festgeschrieben worden.

Klimabündnis-Geschäftsführer Wolfgang Mehl:

"Mit diesem Nicht-Klimaschutz-Paket verspielt die EU ihre weltweite Führungsrolle im Klimaschutz und riskiert die vor wenigen Wochen in Bali mühsam erkämpften Rahmenziele für einen substanziellen Post-Kyoto-Weltklimavertrag nach 2012."

Für Österreich bedeutet das Minus 16 Prozent-Ziel den Freibrief, nach 2012 die Emissionen wieder deutlich zu erhöhen statt sich den notwendigen Zielen einer nachhaltigen Reduktion zu nähern.

Rückfragen & Kontakt:

Klimabündnis Österreich
wolfgang.mehl@klimabuendnis.at
Tel. 0664-3361348

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KLI0001