Broukal zu Uni-Reform: Hahns Argumente überzeugen mich nicht

Drei abgewählte Rektoren sind kein Argument gegen universitäre Mitsprache

Wien (SK) - Das Argument von Wissenschaftsminister Hahn es sei "in ganz Österreich zu Retourkutschen gekommen", weil tapfere Rektoren notwendige Entscheidungen gegen die Senate treffen mussten sei falsch, erklärte SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal in Reaktion auf ein Hahn-Interview in der Tiroler Tageszeitung. "Im Umkehrschluss würde das nämlich bedeuten, dass so exzellente Rektoren wie Georg Winckler und Christoph Badelt nur wiedergewählt wurden, weil sie in den letzten Jahren nur getan hätten, was die Senate gerne wollten", so Broukal. ****

Der SPÖ-Wissenschaftssprecher weiter: "Über Verbesserungen im Verfahren der Rektorsbestellung kann und muss man lange nachdenken." Wenn Hahn eine stärkere Rolle für den Universitätsrat bei der Rektorsbestellung anstrebt, ginge das laut Broukal auch auf folgendem Weg: Senat und Universitätsrat bilden eine kleine Kommission, die gemeinsam RektorskandidatInnen diskutiert, auswählt oder sogar aktiv auf eine Kandidatur anspricht. Gewählt würde die RektorIn, so wie jetzt, vom Universitätsrat, aber die Senate könnten die Bestellung mit Zweidrittel-Mehrheit verhindern.

"Aber für mich ist das alles keineswegs ausgemacht. Ich glaube nicht an Hahns Kernargument, nur schlechte Rektoren werden wiedergewählt. Ich glaube daran, dass die Zusammenarbeit zwischen Rektoren, Universitätsrat und Senat verbessert werden muss - auch durch Änderungen im Recht auf Information und Teilnahme an Sitzungen der jeweiligen Gremien", so Broukal abschließend. (Schluss) ah/mp/mm

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