Grüne Wien: Statistiken zu Jugendkriminalität sind nicht aussagekräftig

Smolik: Für Gewaltprävention braucht es personelle und finanzielle Ressourcen

Wien (OTS) - "Die angeblich steigende Jugendkriminalität ist in
den letzten Wochen zum Thema geworden, obwohl die bis jetzt veröffentlichten Statistiken dazu nicht aussagekräftig sind", betont die Grüne Jugendsprecherin Claudia Smolik. Es müsse jedoch darauf hingewiesen werden, dass sich die statistische Erfassung seit 2001 geändert habe. "Es werden nun Täter nicht nur unter einem, dem führenden, sondern unter allen angezeigten Straftaten geführt, dies führt zu einem Anstieg bei den Einzeldelikten", kritisiert Smolik.

Laut der Jugendsprecherin müssten mehr Anzeigen aber nicht gleich mehr Straftaten bedeuten:"Es ist gefährlich in dieser Debatte immer von der "gewaltbereiten Jugend" zu sprechen, denn es gibt diese nicht. Die in dieser Debatte angeführten Zahlen geben keine Auskunft über die Zahl der rechtskräftigen Verurteilungen. Hier in Panikmache zu verfallen, ist der falsche Weg." Jugendstudien zeigten, dass die Mehrheit der Jugendlichen Gewalt ablehnt. "Diese Entwicklung signalisiert, dass Gewaltprävention wichtig und richtig ist, aber dafür braucht es auch die notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen", hebt Smolik hervor.

Es sei mehr als notwendig den jungen Menschen in dieser Stadt Perspektiven vor allem im Arbeitsmarktbereich zu bieten, so die Jugendsprecherin "In Wien steigen die Zahlen der vorgemerkten arbeitslosen Jugendlichen seit dem Jahr 2001 kontinuierlich an. Hier greifen die Maßnahmen der Stadt offensichtlich nicht und müssen nun endlich ernsthaft intensiviert werden", schließt Smolik.

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