VCÖ: Für Österreich sind die EU-Klimaziele ein Rückschritt

VCÖ: Verkehr dürfte laut EU-Ziel um 62 Prozent mehr emittieren als 1990!

Wien (OTS) - Das EU-Klimaschutzpaket ist für Österreich ein Rückschritt. Die EU-Ziele für Österreich sind viel schlechter als die Kyoto-Ziele. Dem Verkehr wird sogar eine Zunahme von 62 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zugestanden. Die EU rechnet offenbar mit einer weiteren Zunahme des Transitverkehrs durch Österreich.

"Die EU gibt Österreich eine Lizenz zu mehr Luftverschmutzung. Aus Sicht Österreichs kann man zum EU-Klimapaket nur sagen: Return to sender", stellt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen fest. Der VCÖ warnt vor einer neuen Verkehrslawine durch Österreich. Die EU gesteht dem Verkehr in Österreich um 62 Prozent mehr Treibhausgase zu als im Jahr 1990. "Schon heute hat der Verkehr in vielen Teilen Österreichs, wie etwa Ostösterreich, Tirol und Salzburg, das Maß des gesundheitlich Erträglichen überschritten. Anstatt grünes Licht für weitere Transitlawinen zu geben, sollte die EU endlich Maßnahmen zur Verringerung des Lkw-Verkehrs setzen", betont VCÖ-Expertin Rasmussen. Der Lkw-Verkehr zahlt nur einen Bruchteil der verursachten Kosten, was die Hauptursache für die massive Zunahme des Lkw-Verkehrs ist.

Das EU-Klimaschutzziel für den Verkehr kann Österreich bereits 2008 erreichen. "Der Klimawandel verlangt ambitionierte Ziele und rasches Handeln statt einer EU-Umweltpolitik mit Ärmelschoner-Mentalität", so VCÖ-Expertin Rasmussen. Der VCÖ betont, dass allein in Österreich mit einer Strategie "vermeiden - verlagern - Verbrauch verringern" die Treibhausgas-Emissionen des Verkehrs um 50 Prozent reduziert werden können.

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