Hofer: Klimaschutz muss mit Augenmaß und Beteiligung aller Industrienationen erfolgen!

FPÖ fordert massiven Ausbau der erneuerbaren Energieträger in Österreich

Wien (OTS) - Als Armutszeichen für die EU und Selbstbeschädigung Europas bezeichnet FPÖ-Umweltsprecher NAbg Ing. Norbert Hofer die vorliegenden Klimaschutz-Pläne der Kommission. "Ein Armutszeichen der sogenannten Wertegemeinschaft ist es, wenn in Belgien für mehr Verschmutzungsrechte gestreikt wird, Frankreich die wegen limitierter Uranvorkommen zukunftslose Atomindustrie forciert, Umweltorganisationen mit nichts zufrieden sind und der Ausbau der Erneuerbaren in den meisten Mitgliedsstaaten massiv behindert wird. Zur Selbstbeschädigung werden die Pläne Brüssels", so Hofer weiter, "wenn Die EU offenbar vor hat, sich zum alleinigen Klimaretter aufzuschwingen. Da für die USA und andere Industrienationen weit weniger strenge Auflagen gelten werden, kommt es zu Wettbewerbsverzerrungen und einer explizit europäischen Industrievertreibung."

Klimaschutz müsse ein globales Anliegen sein und könne nur global bewerkstelligt werden, erläutert der freiheitliche Umweltsprecher. Aber selbst innerhalb der EU würden gravierend ungleiche Maßstäbe angelegt. Wenn Österreich für 2020 eine 16prozentige Reduktion seines CO2-Ausstoßes gegenüber dem Wert von 2005 aufgebürdet bekomme, andere EU-Staaten ihre Emissionen aber sogar steigern dürften, entspreche das nicht der Vorgabe des Gemeinschaftsdenkens.

"Wir haben eine große Aufgabe vor uns, die das Ziel der Emissionsreduktion effektiv umsetzt und dazu zukunftsorientiert ist", erklärt Hofer. "Österreich muss sich endlich von fremdbestimmten Energieimporten unabhängig machen. Das gelingt durch einen entschlossenen Ausbau der erneuerbaren Energien in Österreich, etwa der Wasserkraft, und führt zu langfristiger Versorgungssicherheit und der Erfüllung der Klimaschutz-Auflagen. Es ist deshalb unverzeihlich, wenn Umweltminister Pröll diesen Ausbau gezielt blockiert und stattdessen hunderte Millionen Euro im Zuge des Zertifikate-Handels in aller Welt verteilt. Davon hat Österreich nichts und davon hat das Klima nichts, weil ja nicht weniger ausgestoßen, sondern nur Geld umverteilt wird."

Abschließend hält Hofer fest: "Auf Grund der zur Neige gehenden Ressourcen wird es im Bereich der fossilen Energieträger absehbar zu massiven Verteuerungen und bald auch zu Engpässen in der Versorgung kommen. Die einzige Antwort darauf ist: mehr Windräder, mehr Photovoltaikanlagen und die vermehrte Nutzung von Geothermie und Biomasse. Und das alles in Österreich und nicht mit österreichischem Geld irgendwo. Im Rahmen eines im Sinne des deutschen EEG adaptierten Ökostromgesetzes wäre dies zu bewerkstelligen. Solange Josef Pröll und die SPÖVP-Regierung diesen Schritt in die Zukunft verweigern, müssen sie sich den Vorwurf gefallen lassen, den Gehorsam gegenüber internationalen Klima-Schildbürgern österreichischen Interessen überzuordnen."

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