Klement: Kdolsky-Vorschläge bieten keine Lösung

Kontrakt fürs Leben weist Weg in die Zukunft

Wien (OTS) - Mit ihren im gestrigen Kurier gemachten Vorschlägen habe Ministerin Kdolsky zumindest gezeigt, dass sie die Probleme in Bereichen der Abtreibung und der Adoption erkannt habe, äußerte sich heute FPÖ-Gleichbehandlungssprecher NAbg. DI Karlheinz Klement. Ihre Lösungsvorschläge seien aber völlig ungeeignet, den Betroffenen Hilfe zu bieten.

Klement verdeutlicht seinen Einwand folgendermaßen: "Wenn bereits jetzt auf zehn adoptionswillige Paare ein Kind kommt - die tatsächlichen Zahlen sind bei weitem dramatischer, wenn man auch diejenigen Paare einrechnet, die sich in ärztliche Behandlung begeben, um Kinder zu bekommen, so würde eine Anhebung der Altersgrenze für Adoptionsberechtige auf 45 Jahre nur die Gruppe der adoptionswilligen Paare vergrößern. Mehr Adoptivkinder gibt es deswegen auch nicht." Des Weiteren erklärte Klement, dass eine Verschärfung des Rechts bei Auslandsadoptionen zwar begrüßenswert sei, um Menschenhandel auszuschließen, jedoch eine Verschärfung in diesem Bereich auch nicht zu einer Entspannung dieser Situation führe. In diesem Zusammenhang sei vermerkt, dass Auslandsadoptionen sehr, sehr teuer sind und bis zu Euro 25.000 kosten. Eine intensivere Beratung von Frauen, um sie von einer Abtreibung abzubringen ist für Klement grundsätzlich zu begrüßen. "Was aber soll eine solche Beratung bei jungen Frauen bringen, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation nicht in der Lage sind, das Kind zu behalten und aufzuziehen", fügte er hinzu.

Klement: "Viele dieser Probleme könnten mit dem von mir vorgeschlagenen Kontrakt fürs Leben entschärft und gelöst werden:
Frauen könnten aus dem Zwang befreit werden, wegen wirtschaftlichen Nöten abtreiben zu müssen.
Frauen könnte großes psychisches Leid erspart werden, das unweigerlich durch eine Abtreibung ausgelöst wird. Tausenden Kindern, die heute abgetrieben werden, würde ein Leben ermöglicht werden. Tausenden ungewollt kinderlosen Paaren könnte ihr herzlichster Wunsch nach einem Kind erfüllt werden. Wenn Kdolsky von einer FPÖ Austragungsprämie spricht, begeht sie eine unzulässige Vereinfachung. Mit dem Kontrakt fürs Leben wird Frauen und Familien eine Möglichkeit geboten, sich für das Leben und eine Zukunft mit Kindern zu entscheiden."

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