Grünewald: Hahn gerät immer mehr unter Einfluss konservativer Zuflüsterer

Geplante Unireform wirft Universitäten in vordemokratische Zeiten zurück

Wien (OTS) - "Der von Minister Hahn geplante Nachhilfeunterricht durch Studierende wird sich als untaugliches Modell erweisen junge Menschen von Studiengebühren zu befreien. Darüber können auch Schlagworte wie Coaching, Mentoring und Bildungspipeline nicht hinwegtäuschen", kritisiert der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald die Aussagen von Minister Hahn in der heutigen Tiroler Tageszeitung. "Viel Lärm um nichts ist nur in der Fassung von Shakespeare amüsant, aber kein taugliches Mittel der Politik", ärgert sich Grünewald.

Für weit gefährlicher, ja inakzeptabel hält Grünewald allerdings die diskriminierenden Aussagen Hahns gegenüber den universitären Senaten. "Der Senat ist eines der letzten demokratisch gewählten und legitimierten Gremien der Universität. Hahns Vorurteile und Unterstellungen gegenüber diesem universitären Organ werden die geplante Universitätsgesetznovelle wohl endgültig auf die Schiene zurück in autoritäre Strukturen führen", vermutet Grünewald.

"Die Unterstellung reformfreudige Rektoren wären von ihren Senaten in einer Art Bestrafungsreaktion abgewählt worden, diskriminiert die Mehrzahl der Wiedergewählten als reformunfreudig, feig und opportunistisch - was nicht hinzunehmen ist", stellt Grünewald fest. "Immer mehr scheint Hahn unter dem Einfluss konservativer Zuflüsterer zu geraten und zeigt damit wenig Sensibilität für Stimmung und Klima an den Universitäten. Die Aussagen des Ministers rejudizieren die geplante Universitätsgesetznovelle in Richtung eines weiteren Verlustes universitärer Autonomie bei gleichzeitig steigendem politischen Einfluss", warnt Grünewald.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001