Energiesparendes Bauen fördern - Pfusch verhindern!

Eröffnung Baufachmesse PRObau Wels- Lahofer: Förderung von energiesparenden Bauweisen zur Erreichung der Klimaschutzziele ist das Gebot der Stunde - Keine Experimente mit Pfuschern!

Wien (PWK049) - "Der aktuelle Trend zu Niedrigenergie- und Passivhausbauweisen erfordert höchstes Spezialwissen, Präzision und professionelle Ausführungsqualität."

Das betonte der Bundesinnungsmeister der Baugewerbe Ing. Johannes Lahofer anlässlich der heutigen Eröffnung der Baufachmesse PRObau in Wels.

Pfusch und Schwarzarbeit am Bau sind nach wie vor keine Kavaliersdelikte und können dem Bauherrn gerade im Bereich Niedrigenergie- und Passivhaus teuer zu stehen kommen. Auf der Strecke bleiben geprellte Konsumenten, die um ihre Schadenersatz- und Gewährleistungsansprüche umfallen und deren Lebenstraum bereits bei Bezug einen Sanierungsfall darstellt.

Laut aktueller Studie des Linzer Universitätsprofessors Dr. Friedrich Schneider nimmt die Bauwirtschaft mit Euro 7,57 Mrd. jährlich einen Anteil von 38% an der heimischen Schattenwirtschaft ein.

Die Bundesinnung Bau plädiert daher, im Rahmen der Aktion Baufair! seitens der Politik ein Maßnahmenpaket zu schnüren, um das nachhaltige und legale Bauen zu fördern.

Lahofer fordert in diesem Zusammenhang:

  • die Bindung der Wohnbauförderung an die Vorlage von Rechnungen befugter Unternehmen,
  • teuerliche Anreize zur Forcierung der thermischen Sanierung und nachhaltiger Bauweisen sowie
  • die Förderung von Eigenheimcontracting-Modellen, bei denen die thermische Sanierung durch die Energieeinsparung finanziert wird.

Aufgrund der aktuellen Bevölkerungsprognose steigt die jährliche Nachfrage an zusätzlichen Wohnungen in den nächsten Jahren von 35.000 auf 55.000 an. Dieser Bedarf kann über die Wohnbauförderung nur bewältigt werden, wenn die notwendige thermische Sanierung von über einer Million Nachkriegswohnungen über zusätzliche Finanzierungsschienen erfolgt. Die thermische Sanierung des heimischen Gebäudebestandes ist ein wesentlicher Bestandteil zur Erreichung der Klimaschutzziele. Laut einer kürzlich präsentierten Gallup-Umfrage sollte der Förderanreiz allerdings bei mindestens 35% liegen, damit der Bauherr die Baumaßnahme zur Gänze mit professionellen Unternehmen abwickelt. Lahofer: "Die Politik muss jetzt rasch Signale setzen. Es ist allemal sinnvoller, in den heimischen Gebäudebestand zu investieren, als das Geld für Klimazertifikate ins Ausland abfließen zu lassen!"

Vor Experimenten mit Pfuschern warnt der Bundesinnungsmeister eindringlich. (us)

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