AUVA: 2007 weniger Schadensfälle als 2006

Wien (OTS) -

  • 7,2 Prozent weniger Schadensfälle insgesamt
  • 14,2 Prozent weniger Wegunfälle
  • 6,6 Prozent weniger Arbeitsunfälle
  • 3,9 Prozent mehr Berufskrankheiten aufgrund einer erfolgreichen Nachsorgeaktion

Die erste Auswertung der Schadenstatistik der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) für das Jahr 2007 liegt vor. Demnach ereigneten sich im vergangenen Jahr deutlich weniger Arbeitsunfälle als im Jahr 2006. Konkret ist die Zahl der Arbeitsunfälle von 182.271 im Jahr 2006 auf 169.009 gesunken. Das entspricht einem Minus von 7,3 Prozent. Besonders stark abgenommen hat die Zahl der Wegunfälle, nämlich von 15.659 im Jahr 2006 auf 13.442 im Jahr 2007, das heißt um 14,2 Prozent. Aber auch die Arbeitsunfälle im engeren Sinn, also unmittelbar bei der Arbeit, sind weniger geworden. 2006 waren es noch 166.612, im Jahr 2007 nur noch 155.567. Das entspricht einem Minus von 6,6 Prozent. Der Rückgang der Zahl der Arbeitsunfälle betrifft sowohl die erwerbstätigen als auch die in Ausbildung befindlichen Versicherten der AUVA. Bei den Erwerbstätigen ist er deshalb besonders hervorzuheben, weil die Personenanzahl dieser Versichertengruppe gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Prozent gestiegen ist. Daraus ergibt sich eine Senkung der Unfallrate (Arbeitsunfälle pro 1.000 erwerbstätige Versicherte) von 36,9 auf 32,6. AUVA Obmann Komm.-Rat Helmut Klomfar kommentiert dieses Ergebnis in einer ersten Stellungnahme: "Ich freue mich sehr über diese positive Entwicklung. Wir werden uns die Zahlen noch sehr genau anschauen, um den positiven Trend fortzusetzen." Scherzhaft fügt Klomfar hinzu: "Offensichtlich greift unsere Kampagne 'Baba und fall net!' auch im Himmel, der uns schon in den ersten Monaten des Jahres 2007 einen ungewöhnlich milden Winter beschert hat." Bei den vorliegenden Zahlen handelt es sich um die sogenannten "Anerkannten Arbeitsunfälle", deren Anzahl in den vergangenen Jahren nicht zuletzt aufgrund des Entgeltfortzahlungszuschusses ständig gestiegen ist. Darunter befinden sich allerdings etliche "Bagatellunfälle". Wie viele Arbeitsunfälle auf Grund ihrer Schwere wirklich meldepflichtig sind, steht erst nach Abgleich der AUVA Daten mit den Daten der Krankenversicherungen kurz vor Jahresmitte fest. Die Zunahme der Berufskrankheitenfälle (von 1.293 im Jahr 2006 auf 1.344 im Jahr 2007) um 3,9 Prozent führt Klomfar vor allem auf die Fortsetzung der Kampagne zur Nachbetreuung von ehemaligen Versicherten zurück, die seinerzeit mit Asbest gearbeitet haben: "Wenn es sich um eine Berufskrankheit handelt, endet unsere Leistungspflicht nicht mit der Pensionierung eines Erwerbstätigen." Über die AUVA: Soziale Unfallversicherung für rund 4,4 Millionen Versicherte Bei der AUVA sind rund 4,4 Mio. Personen gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Mio. Arbeiter, 1,5 Mio. Angestellte, 370.000 Selbstständige sowie 1,3 Mio. Schüler und Studenten. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung überwiegend aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Diese zahlen 1,4 Prozent der monatlichen Bruttolohnsumme jedes Dienstnehmers (bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 3.930,00 Euro) als Unfallversicherungsbeitrag ein. Prävention ist die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, weil sich damit das Schadensgeschehen ursächlich beeinflussen lässt. Prävention, also die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten, senkt die Kosten für die Heilbehandlung, die Rehabilitation und die finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten. Die AUVA hat sich daher nie als "Verwalter" von Arbeitsunfällen betrachtet oder sich darauf beschränkt, "nur" die Haftung der Arbeitgeber im Falle von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten zu übernehmen. Die AUVA hat es immer als ihre vorrangige Aufgabe angesehen, aktiv und offensiv Arbeitsunfälle zu verhüten: etwa durch intensive Aufklärung über Gefahren am Arbeitsplatz, Information oder Motivation der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, durch Forschung oder durch vorbeugende Betreuung von besonders bedrohten Versicherten. In die Säule Prävention wurden 2006 rund 56 Mio. Euro investiert. Rückfragehinweis:

AUVA - Sicherheitsmarketing und Presse
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Web: www.auva.at

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